Munich Startup
München ist wachsender Hotspot für Innovationen und Entrepreneurship

München ist wachsender Hotspot für Innovationen und Entrepreneurship

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

23. November 2021

3 Min. Lesezeit

Das Whitepaper zeigt, dass München in den verschiedensten Bereichen mit hoher Attraktivität von sich überzeugt. So könne sich die Landeshauptstadt mit seinen renommierten Hochschulen und Universitäten, einem großen und konzentrierten Unternehmensumfeld sowie einem starken Startup-Ökosystem zu Recht den Titel „Tech Hub“ geben. Eine gute IT-Infrastruktur, die Verfügbarkeit von Fördergeldern und die Nähe zu etablierten Unternehmen spielen hier ebenso eine Rolle wie Anwesenheit großer multinationaler Unternehmen.

Aber auch als Wissenschaftsstandort glänzt die Landeshauptstadt. So zählt die Region in 27 Technologiegebieten europaweit zu den führenden Standorten. Dazu zählen zahlreiche zukunftsträchtige Branchen wie Life Sciences und Biotechnologie, Luft- und Raumfahrt und Automotive. Die hohe Zahl der Studierenden in München – insgesamt 131.006 – trägt hierzu bei, ebenso wie zum großen Talentpool junger Arbeitnehmer.

„Münchens exzellente, entrepreneurial ausgerichtete Hochschulen wie der TUM, LMU, HM und UniBW bieten die besten Voraussetzungen, München als entrepreneurial Eco-System zu positionieren“,

erklärt dazu Klaus Sailer, Strascheg Center for Entrepreneurship, der für die Studie interviewt wurde.

Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort München

Für die große Wirtschaftskraft macht das Whitepaper vor allem außergewöhnliche Wettbewerbsquoten und einen herausragenden Branchenmix in München aus. Die Stadt vereint knapp 19 Prozent des gesamten BIPs in Bayern auf sich, mit dem Münchner Umland sogar 31,4 Prozent. Auch die Kaufkraft liegt in München mit etwa 38 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Was den Branchenmix betrifft, haben PwC und Muc Summit die so genannte „Münchner Mischung“ identifiziert, die aus Großunternehmen, Mittelständlern, Startups sowie traditionellen Handwerksbetrieben in einer ausgewogenen Zusammensetzung besteht. Relevante Branchen sind unter anderem die Informations- und Kommunikationstechnologie, Dienstleistungen, Forschungs- und wissensintensive Branchen – insbesondere Life Sciences, Medizin- und Umwelttechnologien – sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft.

Zudem heben die Autoren besonders die starke Vernetzung zwischen Industrie, Startups und Wissenschaftseinrichtungen hervor. Die hohe Dichte an Veranstaltungen und Austauschmöglichkeiten gäben dem Tech Hub München eine sehr gute Ausgangslage für die schnelle Verteilung von Informationen.

Potenzial für Verbesserungen

Jedoch gibt es laut dem Whitepaper auch einige Baustellen im Münchner Innovations-Ökosystem. So beginnen beispielsweise erst jetzt viele zentrale Akteure wie Förderinstitutionen und Investierende ein Verständnis für ihre treibende Rolle in München zu entwickeln. Und auch bei der – eigentlich guten – Vernetzung bestehe noch Verbesserungsbedarf. Vor allem spezialisierte Communities wie z.B. die One Mission Initiative, das Female Investors Netzwerk oder der Venture Capital Club müssten noch stärker mit anderen Akteuren verbunden werden.

„Neben aktiven regionalen Fonds, wie z.B. UVC, Vito oder Earlybird, werden auch für Folgerunden große internationale Fonds, wie z.B. Lakestart, angezogen. Es handelt sich hierbei um Größenordnungen, die deutschlandweit beachtlich und international sichtbar sind“,

kommentiert Helmut Schönenberger, UnternehmerTUM, der ebenfalls für das Whitepaper Rede und Antwort stand. Trotzdem müsste noch an den Unterstützungs- und Finanzierungsbedingungen in München gearbeitet werden, so das Fazit der Autoren. Und auch die Wohnraumsituation in München müsse insbesondere für jüngere Menschen und die Kreativszene attraktiver werden.

Das komplette Whitepaper kann man hier herunterladen.

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