Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!
Effizienter, grüner, sozialer — Startups tragen dazu bei, dass weniger nachhaltige Branchen einen Schritt in eine bessere Zukunft machen. Fünf Beispiele aus dem Münchner Ökosystem.
Wie können Architekten und Ingenieure bereits in der Planungsphase ökologische Zielsetzungen und Vorschriften zur Energieeffizienz berücksichtigen? Caala hat darauf eine Antwort. Das Münchner SaaS-Startup hat eine Software entwickelt, die Energie- und Ökobilanz sowie Lebenszykluskosten eines Gebäudeentwurfes berechnen und visualisieren kann — und das deutlich schneller als andere Lösungen auf dem Markt. Damit können Architekten ökologisch wie ökonomisch nachhaltigere Gebäude planen. (Foto: Caala)Auch Versicherungen können nachhaltig sein. Das zeigt das Münchner Startup Verde. Die erste deutsche nachhaltige Sachversicherung will zeigen, dass der Finanzsektor auch anders funktionieren kann — und zwar genossenschaftlich, fair, sozial, nachhaltig und gemeinwohlorientiert. Die Kapitalanlagen des Münchner Versicherers werden nach sozialen und ökologischen Kriterien angelegt und komplett offen gelegt. Verde-Gründerin Marie-Luise Meinhold sieht optimistisch in die Zukunft, weiß aber auch: „Unsere größte Herausforderung ist, dass viele Menschen Geld nicht mit Nachhaltigkeit in Verbindung bringen.“ (Foto: Verde)Plastikmüll im Meer ist zu einem Symbolbild für weltweite Umweltverschmutzung geworden. Jeder nicht benutzte Plastik-Strohhalm zählt. Auf einen Trinkhalm muss aber trotzdem niemanden verzichten. Das Food-Startup Wisefood hat es nämlich geschafft, aus Apfeltrester und Getreide einen Trinkhalm zu entwickeln, der essbar ist. Das Produktportfolio des Münchner Startups soll nach einer kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Series A-Finanzierungsrunde zukünftig noch erweitert werden. (Foto: Wisefood)Mit einem Elektroauto, das preislich nicht in Tesla-Sphären schwebt, will Sono Motors den Automobilmarkt aufmischen. Das Konzept des Münchner Startups kommt an, was erfolgreiche Community-Funding-Aktionen und Vorbestellungen des Sion, dem ersten Modell von Sono Motors, belegen. Allerdings braucht es einen langen Atem und noch mehr Geld, bis ein Auto vom Produktband auf die Straße rollt — diese Erfahrung machen auch die Sono Motors-GründerInnen. Zu Beginn des Jahres konnte das Münchner Startup erfolgreich 50 Millionen Euro von der Community und Investoren einsammeln. Der Plan, dass Anfang 2022 der erste Kunde in den Sion einsteigt, geht damit weiter. (Foto: Sono Motors)Die Textilindustrie ist eine der umweltschädlichsten Industrien weltweit. Ein Startup, das hier neue Wege geht, ist AMSilk. Das Münchner Biotech-Unternehmen, ein Spin-off der TU München, hat ein Verfahren für biotechnologisch hergestellte Spinnenseide entwickelt. Diese Seiden-Biopolymere dienen für verschiedene Anwendungen, unter anderem in den Bereichen Medizin, Kosmetik und eben Textil. Eine echte Erfolgsgeschichte. (Foto: Adidas/ Hannah Hlavacek)
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