Munich Startup
3 Millionen Euro für Visionhealth

3 Millionen Euro für Visionhealth

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

March 3, 2023

3 min. read time

In einer Pre-Series-A-Finanzierung sichert sich Visionhealth drei Millionen Euro durch die DB Speciality Invest GmbH & Co. KG. Eigentümer dieser Beteiligungsgesellschaft ist der Life-Science-Unternehmer Dietrich Bruchmann, Gründer und Geschäftsführer der Nuvisan Pharma Holding. Er wird zukünftig auch einen Sitz im Beirat von Visionhealth einnehmen.

Das eingesammelte Kapital will das Münchner Unternehmen zur Finanzierung einer zweiten, größeren Studie verwendet, um EntscheidungsträgerInnen und ÄrztInnen für die Bewertung und potenzielle Empfehlung von Kata noch stärkere wissenschaftliche Evidenz zur Verfügung zu stellen.

Grundlage für den Marktzugang

Die Studie mit rund 120 PatientInnen, die an chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD, einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, leiden, ist als randomisiert kontrollierte, multizentrische Studie über den Zeitraum von einem Jahr konzipiert. Sie soll die Grundlage schaffen für den Marktzugang von Kata in Deutschland, weiteren EU-Ländern und möglicherweise in den USA. Gleichzeitig arbeitet Visionhealth an strategischen Partnerschaften, um international zu wachsen.

Kata ist eine als Medizinprodukt Klasse IIa zertifizierte App, die Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen gezielt bei der Inhalation unterstützt. Für einen Therapieerfolg ist die korrekte Anwendung des Inhalationsgerätes entscheidend. Bei einer fehlerhaften Inhalation erreicht weniger Wirkstoff die Lunge, was auf Dauer zu schwereren Krankheitsverläufen führen kann. Wiederholte Schulungen der PatientInnen mit den jeweiligen Inhalationsgeräten sind in der Praxis aufgrund fehlender Ressourcen häufig nicht möglich.

„Die fehlerhafte inhalative Aufnahme von Therapeutika kann ein großer Fehlerfaktor sein“

Dietrich Bruchmann, Gründer und CEO der Nuvisan Pharma Holding Gruppe, sagt:

„Ich bin schon gespannt zu sehen, wie sich das Potenzial von Kata entfalten wird, wenn sich der Zugang für Asthma- und COPD-Patienten verbessert. Als Leiter einer CRO, die im Bereich der Atemwegserkrankungen tätig ist, war ich auch von der Anwendung der App Kata Clinical in klinischen Studien fasziniert: Die fehlerhafte inhalative Aufnahme von Therapeutika kann ein großer Fehlerfaktor sein. Wenn man jeden Patienten mit der App individuell dabei unterstützt, den Inhalator richtig anzuwenden, verbessert das nicht nur die Ergebnisse im Alltag der Patienten, sondern auch die Qualität der klinischen Studienergebnisse und sichert so den maximalen Nutzen der Therapie.“

Sabine Häußermann, CEO und Gründerin von Visionhealth, fügt hinzu:

„Wir freuen uns, dass wir die sehr positiven Ergebnisse, die wir aus unserer Machbarkeitsstudie erhalten haben, mit weiteren Daten zur Effizienz von Kata untermauern können. Mit über 2.400 Nutzern seit der ersten Veröffentlichung haben uns beeindruckende 83,3 Prozent mitgeteilt, dass sie die Kata-App auch in Zukunft nutzen möchten; eine ähnliche Anzahl von Nutzern würde die App Freunden mit Atemwegserkrankungen empfehlen. Es ist wirklich erfreulich zu sehen, wie wir einen Unterschied für die Patienten machen und die Gesundheitsergebnisse verbessern können. Wir schätzen die anhaltende Unterstützung unserer Aktionäre und unseres neuen Investors, Dr. Buchmann von Nuvisan, sehr!“

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