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Startups setzen auf eigene Ersparnisse

Startups setzen auf eigene Ersparnisse

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

July 27, 2017

2 min. read time

Finanzierung, Infrastruktur, Risiken: Eine aktuelle Studie beleuchtet den Stand bei einigen der wichtigsten Startup-Themen.

Fünf von sechs Startups finanzieren sich über private Ersparnisse oder Geld aus dem Bekanntenkreis. Das ergab eine Studie der Beratungsgesellschaft PwC. An zweiter Stelle der Finanzierungsmittel folgen Bankkredite (61 Prozent) und öffentliche Fördermittel (25 Prozent). Zugleich muss sich nur rund jedes fünfte Startup (19 Prozent) ausschließlich über eigene Mittel finanzieren. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 27 Prozent. Philipp Medrow, Leiter der PwC Startup-Initiative NextLevel, kommentiert:

„Dass nur ein Viertel der Befragten die Förderlandschaft nutzen, ist sicherlich ihrer Komplexität geschuldet. Sich in den deutschen und europäischen Regelungen zurecht zu finden und Förderchancen zu nutzen, ist ziemlich schwierig.“

Gute Rahmenbedingungen

Viel wird über die Zusammenarbeit von „old“ und „new economy“ gesprochen. Den Studienergebnissen zufolge ist diese schon Realität: Jedes zweite deutsche Startup arbeitet bereits mit einem etablierten Unternehmen zusammen. 16 Prozent unterhalten Arbeitsverbindungen mit wissenschaftlichen Einrichtungen, 13 Prozent mit anderen Startups.

Die vielgescholtene digitale Infrastruktur in Deutschland kommt bei den befragten 450 Startups sehr gut weg: 91 Prozent sind mit der digitalen Infrastruktur vor Ort zufrieden.

„Die von uns befragten Gründer sind mit dem Startup-Standort Deutschland zufrieden, auch im Hinblick auf Aspekte wie Vernetzungsmöglichkeiten oder den Zugang zu finanziellen Mitteln“,

sagt Philipp Medrow.

„Allerdings siedeln sich Startups in der Regel in größeren Städten an, wo sie auf eine gute Infrastruktur und bestehende Ökosysteme zugreifen können. Insbesondere in ländlichen Regionen gibt es dagegen noch viel Nachholbedarf — allem voran beim Breitbandausbau.“

Fachkräftemangel und Cyber-Sicherheit bereiten Sorgen

Als größte externe Risiken betrachten Startups den Fachkräftemangel (29 Prozent), die Schuldenkrise in Europa (26 Prozent) und „Strengere Vorgaben beim Datenschutz“ (22 Prozent). Philipp Medrow von PwC fordert von der Politik „ein ausgewogenes Maß bei regulatorischen Vorschriften zu finden“, das „die Unternehmen nicht übermäßig bei ihrer Geschäftstätigkeit behindert, ihnen aber auch hilft, zu ihrer eigenen Sicherheit beizutragen.“

Das Thema IT-Sicherheit bleibt ein weiteres drängendes Problem von Startups: Rund jedes siebte befragte Unternehmen war in den letzten drei Jahren mindestens einmal Opfer eines Cyber-Angriffs. Zudem schätzt fast die Hälfte der Befragten das Risiko, zukünftig selbst Opfer eines Cyber-Angriffes zu werden, als hoch ein. Eine gute Nachricht: Während im Vorjahr noch 8 Prozent der Befragten keine Maßnahmen zur Steigerung der IT-Sicherheit ergriffen haben, sind dies in der aktuellen Studie nur noch 1 Prozent.

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