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Jeder dritte Startup-Gründer will die Welt verbessern

Jeder dritte Startup-Gründer will die Welt verbessern

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

16. Oktober 2018

2 Min. Lesezeit

Eine aktuelle Studie hat Gründer gefragt, was sie zum Schritt in die Selbstständigkeit motiviert hat. Immerhin jeder dritte Befragte möchte mit seinem Startup die Welt verbessern. Nur wenige Startups werden aus der Not heraus gegründet.

Das häufigste Gründungsmotiv ist der Wunsch, eine Idee selbst umsetzen zu wollen. 70 Prozent der mehr als 300 vom Digitalverband Bitkom befragten Gründer haben deshalb ihr Unternehmen gestartet. 68 Prozent wollten etwas Eigenes aufbauen. 36 Prozent möchten mit ihrem Startup die Welt verbessern — immerhin die dritthäufigste Antwort. 30 Prozent haben gegründet, um ihr eigener Chef zu sein und nicht in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten. Mit ihrem eigenen Geschäft möchten 15 Prozent reich und 3 Prozent berühmt werden. Nur 2 Prozent hätten den eigenen Angaben zufolge sonst keinen interessanten Job gefunden. Bitkom-Präsident Achim Berg sagt:

„In Deutschland haben wir viele kluge Köpfe, viele gute Ideen, aber viel zu wenig Gründer. Es sollten mehr Menschen den Schritt von ihrer möglicherweise weltverändernden Idee zur Unternehmensgründung wagen.“

Startups brauchen im Schnitt 3,1 Millionen Euro

Auch sonst gibt die Bitkom-Untersuchung einen Überblick über das Startup-Geschehen in Deutschland. So zeigen die Zahlen, dass Startups im Schnitt 16 Mitarbeiter beschäftigen. Drei von vier planen, noch in diesem Jahr neue Stellen zu schaffen. Damit sind Startups längst ein bedeutender Jobmotor. Zugleich konnte mehr als jedes zweite befragte Unternehmen eine Stelle bereits nicht besetzen, weil es an geeigneten Kandidaten fehlte.

An der Nachfrage nach qualifiziertem Personal könnte es auch liegen, dass Startups sich an den großen Hotspots ballen. So stammt jedes zweite befragte Startup in Deutschland aus einem der drei größten Standorte Berlin (28 Prozent), München (11 Prozent) oder Hamburg (11 Prozent).

Fast drei von vier befragten Unternehmen benötigen für die kommenden zwei Jahre frisches Kapital, im Schnitt 3,1 Millionen Euro. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2017 mit 2,5 Millionen Euro. Vier von fünf Startups sind aber zuversichtlich, das benötigte Geld zu bekommen.

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