Munich Startup
Zahl der Startup-Exits steigt deutlich

Zahl der Startup-Exits steigt deutlich

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

30. Oktober 2017

2 Min. Lesezeit

Der globale Markt für Startup-Übernahmen floriert: Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Exits weltweit um 42 Prozent. Europa holt dabei gegenüber den Vereinigten Staaten auf.

Alleine in diesem Jahr werden laut einer Untersuchung 4.217 Startup-Unternehmen im Wert von 367 Milliarden US-Dollar von anderen Firmen übernommen. Noch vor fünf Jahren umfasste der globale Übernahmemarkt nur 58 Milliarden US-Dollar bei 1.322 Exits.

Die Organisation Mind the Bridge, die auch hinter der Initiative Startup Europe comes to Silicon Valley steht, hat die Studie gemeinsam mit der Plattform Crunchbase erstellt. Insgesamt wurden weltweit über 15.500 Startup-Exits seit 2010  mit einem Gesamtwert von 1,3 Billionen US-Dollar erfasst.

USA und Europa machen Markt unter sich aus

Von den 367 Milliarden US-Dollar entfallen 220 Milliarden Dollar auf amerikanische Firmen, das entspricht 60 Prozent des weltweiten Exit-Marktes. Mit 112 Milliarden US-Dollar fließen 30,5 Prozent nach Europa. Der Rest der Welt teilt sich 35 Milliarden Dollar und damit 9,5 Prozent des Markts. 2016 sicherten sich die USA noch 67 Prozent des Deal-Volumens, Europa nur 20,5 Prozent, der Rest der Welt 12,5 Prozent. Dr. Thomas Schmid von der internationalen Anwaltskanzlei Orrick, die die Studie unterstützt, sagt:

„Im Hinblick auf den Wert, die Geschwindigkeit der Entwicklung und die Stärke der europäischen Startups ist dies ein wichtiges Zeichen — auch wenn die Lücke zu den USA immer noch groß ist. Aktuell ist der beste Moment um als amerikanischer Investor einen Blick in Richtung Europa zu werfen und auf die richtigen Pferde zu setzen.“

Deutschland bei Exits vorne dabei, München in europäischen Top-Ten

Ein deutlicher Unterschied zeigt sich im Umfang der Deals: Während beim Exit eines europäischen Startups im Schnitt 46 Millionen Dollar fließen, liegt der Preis in den USA mit 100 Millionen US-Dollar mehr als doppelt so hoch.

Im Länderranking liegt Deutschland hinter den USA und Großbritannien an dritter Stelle bei der Zahl akquirierter Startups. Bei der Nationalität der erwerbenden Firma rangiert Deutschland nach den USA, UK und Frankreich auf dem vierten Platz. München belegt innerhalb Europas den siebten Platz bei der Zahl der Startup-Übernahmen — sowohl auf Seite der gekauften Startups als auch bei den kaufenden Firmen.

Die Studie steht zum kostenlosen Download bereit.

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