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Studie: Staat treibt deutschen VC-Markt an

Studie: Staat treibt deutschen VC-Markt an

Florian Deglmann

Florian Deglmann

Der Exil-Nürnberger erforschte bis April 2019 als Redakteur die Münchner Startup-Szene.

September 19, 2018

2 min. read time

Staatliche Beteiligungsgesellschaften haben in den letzten Jahren vermehrt an Bedeutung gewonnen. In der zweiten Auflage der Studie „Der Staat als Venture Capital Investor“ der Wirtschaftskanzlei LUTZ ABEL wird deutlich, wie diese Veränderungen aussehen. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene werden immer mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

So kommt es zu einem Anstieg des Investitionsvolumens des Bundes von 109 Millionen Euro auf rund 467 Millionen Euro. Die einzelnen Länder dagegen kommen zusammen auf ein Investitionsvolumen von 159 Millionen Euro und verzeichnen im Vergleich mit 2014 einen Zuwachs von 46 Millionen Euro.

Staat gibt Geld an private Fonds: Fund-of-Funds immer wichtiger

Eine immer wichtiger werdende Rolle spielen Fund-of-Funds-Strukturen. Dabei werden staatliche Gelder privaten Fonds zur Verfügung gestellt. So entscheiden nicht staatliche, sondern private Fondsmanager über das Investment in ein Startup. Die Investitionen beschränken sich dabei nicht auf Deutschland. Mit der Vorgabe, dass die privaten Fonds schwerpunktmäßig in deutsche Startups investieren, erhalten Fonds aus ganz Europa entsprechende Investments.

Das Ziel dieser Strukturen ist es, VC-Fonds besonders für spätere Finanzierungsphasen zu aktivieren und so die Finanzierungslücke in späteren Phasen zu verringern. So sei nach Meinung der Autoren zu erwarten, dass die Beteiligungsgesellschaften der Länder vermehrt in der Frühphase investieren und spätere Investitionen vorwiegend durch private Fondinvestments erfolgen.

NRW und Bayern mit größtem Investitionsvolumen

Auch unter den einzelnen Ländern werden starke Unterschiede bezüglich des Investitionsvolumens deutlich. Spitzenreiter sind Nordrhein-Westfalen und Bayern mit 48 Millionen Euro und 37 Millionen Euro pro Jahr.  Laut der Studie lasse sich der starke Abstand, den Nordrhein-Westfalen und Bayern zu den anderen Bundesländern aufweisen, teilweise damit erklären, dass diese Bundesländer, wie der Bund auch, als Fund-of-Funds investieren. Den dritten Platz belegt Thüringen mit einem Investitionsvolumen von 15 Millionen Euro.

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