Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.
Nach nicht ganz zwei Jahren Corona-Beschränkungen ist die Freude bei Veranstalter, Ausstellern und Gästen groß: Endlich wieder Leute treffen! Dementsprechend begrüßt die Slush ihre Gäste überschwänglich mit einem durchgestrichenen Meeting-Link. Trotzdem können alle, die es nicht nach Helsinki geschafft haben, den Vorträgen über den Livestream der Veranstaltung folgen. Das ist in diesem Jahr besonders wichtig, denn aufgrund von Corona-Beschränkungen sind nur 8.000 Besucher erlaubt. (Foto: Petri Anttila)Eigentlich ist es erst früh am Morgen – Das Bühnenprogramm der Slush beginnt um 10 Uhr – doch in den abgedunkelten Hallen der Messe Helsinki herrscht Partystimmung. Die Bühnen und auch die Messestände versprühen hier den ganzen Tag den Flair einer Techno-Party. Doch sollte man sich von der ausgelassenen Stimmung nicht täuschen lassen. Während DJ und Lightshow der Menge einheizen, stimmt ein Film auf den großen Screens die Besucher auf die Themen ein: Klimawandel, Umweltverschmutzung und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich sind einige der Themen, die hier im Mittelpunkt stehen. (Foto: Petri Anttila)Nach einer kurzen Begrüßung durch das Team der Slush betritt der erste Stargast die Bühne: Tony Fadell (rechts), der Erfinder von iPod und iPhone und Gründer des IoT-Unternehmens Nest, erzählt dem Publikum von seinem Werdegang. Unter anderem erinnert er sich daran, wie er mit Anfang 20 in Finnland das SMS-System vor dessen offiziellem Start vorgeführt bekam und keinerlei Ahnung hatte, was das bedeuten würde. Als Principal des Investors Future Shape kann er neue Erfindungen inzwischen jedoch besser bewerten. Von Moderator Michael Stothard (links) danach gefragt, wonach Future Shape denn suche, sagte Fadell, Metaverse, Social Media oder Marketing interessierten ihn nicht. Er will die Zukunft gestalten und die Menschheit retten. (Foto: Petri Anttila)Insgesamt erwartet die Slush in diesem Jahr insgesamt 8.000 Teilnehmer, darunter 3.200 Startups und 1.500 Investoren. Auf den Bühnen – im Bild eine der Nebenbühnen vor dem Programmstart – werden 150 Speaker erwartet. Darunter findet sich auch einiges an Prominenz aus dem Münchner Startup-Ökosystem, wie etwa Patrick Nahten (Co-Founder und VP-Product Lilium), Hanno Renner (Co-Founder und CEO Personio), Geraldine McCarthy (Chief Revenue Officer Personio) oder Hendrik Brandis (Co-Founder und Partner Earlybird). (Foto: M. Feigl – Munich Startup)Wenn 1.500 Investoren auf 3.200 Startups treffen, kann sich der Spieß auch schnell umdrehen und die Geldgeber buhlen darum, wer wen finanzieren darf. Natürlich passiert auch das in leuchtenden Neonfarben, wie eigentlich alles auf der Slush. (Foto: M. Feigl – Munich Startup)Wer den Mut aufbringt und die warmen Messehallen verlässt, wird belohnt: In diesem Fall mit einer Fahrt in einem autonomen Fahrzeug der Firma Sensible 4 aus Espoo. Das Startup hat eine Software entwickelt, die das Auto mit Hilfe von LiDar sicher durch den Verkehr lenkt. Der Fahrer kann dabei, wie im Bild gut zu sehen, die Hände in den Schoß legen. Die Finnen setzen mit ihrer Lösung übrigens auf Level 4, also autonomes Fahren, das von einem Remote Operator überwacht wird. (Foto: M. Feigl – Munich Startup)Ein wichtiger Teil der Slush – manche sagen sogar der wichtigste – sind die Side-Events, die die ganze Woche über in Helsinki stattfinden. In der Schwedischen Handelshochschule Hanken etwa gab es neben einer beeindruckenden Breakdance-Performance auch herausragende Speaker zu sehen. Der Slush-Gründer Peter Vesterbacka, Taavet Hinrikus, legendärer erster Mitarbeiter von Skype und Co-Founder von (Transfer)Wise, sowie Juhani Mykkänen, Co-Founder von Wolt, teilten ihre Erwartungen an die Startups der Zukunft. (Foto: M. Feigl – Munich Startup)
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