Munich Startup
Picter schließt sechsstellige Finanzierungsrunde ab

Picter schließt sechsstellige Finanzierungsrunde ab

Florian Deglmann

Florian Deglmann

Der Exil-Nürnberger erforschte bis April 2019 als Redakteur die Münchner Startup-Szene.

March 6, 2018

2 min. read time

Das Münchner Startup Picter hat von einem internationalen Konsortium von Investoren die zweite Seedfinanzierung erhalten. Für seine Plattform für Bilddatenlogistik hat das Alumni-Team des Media Lab Bayern eine sechsstellige Investitionssumme erhalten.

Das Team um die Gründer Claudio Ricci, Simon Karlstetter, Matthias Lohscheidt, Leon Kirchlechner und Richard Stromer baut mit Picter an einer smarten Access- und Asset-Management-Lösung für Bilddaten. So soll das Verschicken von Bilddaten überflüssig werden. Der Fotograf lädt seine Bilder einmal auf Picter hoch und von hier aus kann er beliebig Verwaltungs­berechtigungen für die hochauflösenden Daten vergeben, die online in der Cloud sicher gespeichert sind. Der Empfänger bekommt die jeweils richtige Auflösung für den jeweiligen Verwendungszweck geliefert.

Picter wagt sich an neues Finanzierungsmodell

Das Team hatte von Januar bis Juni 2017 das Media Startup Fellowship-Programm des Media Lab Bayern erfolgreich absolviert. Picter war außerdem Teil des ersten Partner-Fellowships, bei dem Medienhäuser einzelne Fellows besonders unterstützen können. Picter erhielt darüber zusätzlichen Support vom Red Bull Media House.

Nicht nur in Sachen Technologie, sondern auch in puncto Finanzierung beschreitet das Startup nun neues Terrain. Picter erhielt die Finanzierung in hoher sechsstelliger Summe auf Basis eines SAFE, “Simple Agreement for Future Equity”, einer bisher vor allem in den USA üblichen Form von Wandeldarlehen. Das im berühmten Y-Combinator im Silicon Valley entwickelte Finanzierungsinstrument SAFE vereinfacht Seed Investment und ist in den USA mittlerweile bestens etabliert. Damit richtet sich das Münchner Jungunternehmen bereits jetzt auch auf amerikanische Investoren aus.

Nach dem Abschluss der Finanzierungsrunde hat das mittlerweile rund 16 Mitarbeiter umfassende Startup viel vor. Nächste Schritte sind insbesondere die Integration einer smarten und sicheren Bild-Lizenzierung basierend auf Blockchain-Technologie sowie die Steigerung der User- und Kundenanzahl. Außerdem arbeitet das Team gerade an der Fertigstellung einer skalierbaren Anwendung für professionelle Bildverwerter und Bildproduzenten.

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