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New Kibbutz: Förderung für Startup-Praktika in Israel

New Kibbutz: Förderung für Startup-Praktika in Israel

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

6. Februar 2021

2 Min. Lesezeit

Israel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten den Ruf als Startup-Nation erarbeitet. Allein in Tel Aviv kommt auf rund 400 Einwohner ein Startup. Die Stadt am Mittelmeer gilt als einer der wichtigsten Startup-Hubs der Welt. „New Kibbutz“ bietet deutschen Studierenden den Zugang zu dieser dynamischen Startup-Szene.

Das Programm ermöglicht Studierenden aller Hochschultypen geförderte Praktika in israelischen Startups. Die Aufenthalte können zwei bis sechs Monate dauern. StipendiatInnen erhalten finanzielle Leistungen für Lebenshaltungskosten, Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung, Reisekosten und anfallende Vermittlungsgebühren. Darüber hinaus soll ein Rahmenprogramm den Geförderten ermöglichen, Israel näher kennenzulernen. Es sind zunächst rund 50 Stipendien pro Jahr geplant.

„New Kibbutz“ soll innovative Ideen und Freundschaft befördern

Der Name des Programms bezieht sich auf die landwirtschaftlichen Kollektivsiedlungen aus der Gründerzeit des Staates Israel. Viele junge Deutsche arbeiteten ab den 1960ern als Volontäre in den demokratisch organisierten Kibbutzim und sammelten dort Erfahrungen. Das Programm „New Kibbutz“ zeigt damit auch den Wandel Israels vom Agrar- zum Hightechland.

„Israel ist eine Startup-Nation und Vorreiter in der Digitalisierung. Mir ist wichtig, dass wir die deutsch-israelischen Beziehungen in diesen Bereichen vertiefen und noch stärker voneinander lernen. Mit dem Programm New Kibbutz wollen wir Studierenden einen attraktiven Weg ermöglichen, die beeindruckende israelische Innovationslandschaft kennenzulernen, internationale Erfahrung zu sammeln und ihre im Studium erlangten Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Ich bin mir sicher, dass durch New Kibbutz nicht nur vielversprechende Ideen entstehen werden, sondern vor allem auch viele neue Freundschaften zwischen Israel und Deutschland“,

so Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

„Mit dem neuen Israel-Programm wollen wir Studierenden einen Einblick in diese hoch-dynamische und innovative Unternehmens-Szene ermöglichen“,

so DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee.

„Wir sehen darin die große Chance, die Verbindungen nach Israel zu stärken und Studierende für die Gründung eines eigenen Unternehmens in Deutschland zu begeistern.“

Das Programm sei dabei so gestaltet, dass es bekannten Wünschen nach kürzeren Auslandsaufenthalten nachkomme und auch zum Prinzip der Praxissemester an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften passe.

„Wir freuen uns, dass von nun an junge Menschen aus allen Teilen Deutschlands die Möglichkeit haben, Israels pulsierende Innovationswirtschaft zu erleben. Sie werden nach einigen Monaten Praktikum aus Israel mit innovativen Ideen für ihre berufliche Laufbahn zurückkehren. Die Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen liegt auch in den Händen dieser kreativen Köpfe“,

sagt Jeremy Issacharoff, israelischer Botschafter in Deutschland.

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