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„Kind, lern was G’scheits!“ – Neue Bitkom-Studie über Eltern, Kinder und Startups

„Kind, lern was G’scheits!“ – Neue Bitkom-Studie über Eltern, Kinder und Startups

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

November 13, 2016

3 min. read time

Wie eine aktuelle Bitkom-Studie aufzeigt würden sechs von zehn Eltern ihrem Kind von einer Startup-Gründung abraten. Interessant dabei: Mütter stehen einer Gründung aufgeschlossener gegenüber als Väter.

Wenn im Fernsehen Startup-Gründer ihre Idee vor Investoren präsentieren, schauen inzwischen Millionen Zuschauer zu – aber die eigenen Kinder möchten Eltern dort eher nicht sehen. Sechs von zehn Eltern schulpflichtiger Kinder (63 Prozent) würden ihrem Sohn oder ihrer Tochter abraten, ein Startup zu gründen. 34 Prozent würden dabei auf jeden Fall gegen einen solchen Schritt plädieren, 29 Prozent geben an, sie würden eher abraten. Auf der anderen Seite würde rund jeder Vierte (23 Prozent) die Gründung eher empfehlen, acht Prozent würden auf jeden Fall dazu raten.

„Startups sind wichtige Treiber von Innovationen“

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter Eltern schulpflichtiger Kinder im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.  Lucie Volquartz, Referentin Startups beim Bitkom, verweist auf die Chancen einer Startup-Karriere:

„Die Digitalisierung bietet riesige Chancen für Deutschland, nicht zuletzt für Arbeit und Beschäftigung. Startups sind dabei wichtige Treiber von Innovationen in allen Branchen. Es reicht nicht, immer ein bisschen neidisch auf das Silicon Valley zu schauen, wir brauchen in Deutschland auch einen echten Gründergeist – und dazu ist die Ermutigung von jungen Menschen unbedingt notwendig.“

Frauen aufgeschlossener als Männer

Der Umfrage zufolge sind Frauen einer Startup-Gründung gegenüber aufgeschlossener als Männer. Während neun Prozent der Mütter ihrem Kind einen solchen Schritt auf jeden Fall empfehlen und 25 Prozent eher empfehlen würden, sind es bei den Vätern nur sechs bzw. 20 Prozent.

Auch zwischen den Schultypen, die die Kinder besuchen, gibt es Unterschiede. So würden 36 Prozent der Eltern von Hauptschülern eine Startup-Gründung auf jeden Fall oder eher empfehlen, bei Gesamt- oder Gemeinschaftsschülern sind es 34 Prozent und bei Gymnasiasten 30 Prozent.

Besonders zurückhaltend sind die Eltern von Realschülern, von ihnen stehen nur 26 Prozent einer Startup-Gründung positiv gegenüber. Von den Grundschul-Eltern, auf die eine solche Entscheidung wohl noch nicht ganz so schnell zukommt, sagen heute 29 Prozent, dass sie auf jeden Fall oder eher ihrem Kind dazu raten würden, sich mit einem Startup selbstständig zu machen.

Zur verwendeten Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.011 Eltern schulpflichtiger Kinder in Deutschland befragt.

Hier geht es zur vollständigen Studie.

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