Munich Startup
5 Frauen & Netzwerke aus der Startup-Szene, die Ihr kennen solltet

5 Frauen & Netzwerke aus der Startup-Szene, die Ihr kennen solltet

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

7. September 2022

5 Min. Lesezeit

Amanda-Stella Birkenholz
Amanda-Stella Birkenholz von UVC Partners: Nach wie vor gibt es deutlich weniger Investorinnen als Investoren und auch der Anteil von Gründerinnen liegt in Deutschland laut dem Deutschen Startup Monitor 2021 bei weniger als 18 Prozent. Ein Umstand, der auch Wirtschaftsingenieurin und UVC-Investorin Amanda-Stella Birkenholz umtreibt. Auf die Frage im Interview mit Munich Startup, ob es ihrer Meinung nach spezieller Netzwerke nur für Frauen bedarf, um mehr Frauen zum Gründen und Investieren zu motivieren, meint sie: „Ich glaube, dass Frauen insgesamt mehr Netzwerken sollten und dass ein Frauennetzwerk ein guter Rahmen sein kann, um in einer geschlossenen Gruppe offen über gewisse Themen zu sprechen. Dafür haben wir die Female Founders Office Hours gegründet, wo wir weiblichen Teams zu Themen wie Finanzierung, Startup-Programmen und dem Aufbau von Startups Hilfestellungen anbieten. Dennoch muss das Netzwerk geschlechtsunabhängig sein und gerade das Vernetzen mit erfolgreichen Gründern und Investoren – die heute noch häufig männlich sind – ist das was Frauen brauchen, um Wissen aufzubauen und auch Zugang zu Kunden oder Investoren zu erhalten.“ (Foto: Amanda-Stella Birkenholz)
Businettes
Businettes, den Inkubator für early-stage Gründerinnen: Claire Siegert und Victoria Arnhold sind die Gründerinnen von Businettes, einer Community-Plattform für (angehende) Gründerinnen. Mit Businettes wollen sie dazu beitragen, die Lücke im europäischen Startup-Ökosystem zwischen weiblichen und männlichen Gründern zu schließen. „Mit der Schließung der Gründerinnen-Lücke sehen wir die große Chance, mehr Frauen dazu zu empowern, mutige Karriereentscheidungen zu treffen, Bühnen zu betreten und es zu wagen, mehr zu werden als die Hierarchien in unserer aktuellen Gesellschaft teilweise für sie bereithalten. Wir glauben fest daran, einen positiven Impact für Female Empowerment zu leisten“, sind sich die beiden Gründerinnen im Interview sicher. Die Plattform beinhaltet ein digitales, lösungsorientiertes Programm, das auf die Bedürfnisse speziell von angehenden Gründerinnen ausgerichtet ist. Neben dem eigentlichen Business-Programm und einem Modul zur Persönlichkeitsentwicklung legen die beiden Gründerinnen auch viel Wert auf einen direkten Austausch innerhalb ihrer Gründerinnen-Community (Foto: Businettes)
Svenja Lassen
Svenja Lassen, Gründerin von Female Investors Network: Svenja Lassen, Leiterin des Münchner Büros des österreichischen Startup-Investor-Netzwerks Gateway Ventures (ehemals Primecrowd), hat 2020 zusätzlich das Female Investors Network (FIN) ins Leben gerufen. FIN soll eine offene Anlaufstelle für investment-interessierte Frauen sein, die ihr Wissen erweitern, sich austauschen und voneinander lernen wollen. Hier kommen aktive Business Angels, die bereits investiert haben, mit Frauen zusammen, die sich diesem Thema erstmals nähern und in Zukunft als Investorin tätig werden wollen. Verbindendes Ziel aller Beteiligten ist es, den gesamten Frauenanteil im Startup-Ökosystem zu erhöhen – also sowohl unter Investorinnen wie Gründerinnen. Im Interview wollten wir von Svenja Lassen wissen, warum die Startup-Szene eine Netzwerk wie FIN braucht: „Weil es vorher noch kein Netzwerk dieser Art gab, in dem sich Gleichgesinnte auf Augenhöhe begegnen und offen austauschen können. Es gibt zwar Investorinnen-Gruppen, aber dort sind meist nur Frauen, die bereits Investment-Erfahrung haben. Mir geht es darum, generell über Startup-Investments aufzuklären, mehr Frauen für dieses Thema zu begeistern und die Hemmschwelle für den Zugang zu senken. Und dafür braucht es eine Anlaufstelle, in der jede Frage erlaubt ist und man sich gegenseitig ermutigt. Oder wie eine unserer Investorinnen mal sagte: “Startup-Investments zu starten, ist wie eine neue Sprache zu lernen. Man braucht ein wenig Vokabular und dann ein Umfeld, in dem man sich traut, miteinander zu sprechen.” Genau das bieten wir.“ (Foto: Stefanie Kresse)
Inga Grieger
Inga Grieger von BMW i Ventures: BMW i Ventures ist der Corporate Venture Capital Fonds der BMW Group, der Geld und Ressourcen in Startups in allen Wachstumsphasen, verstärkt aber in Series-A und -B, investiert. Im Fokus stehen dabei die Bereiche Transport, Fertigung, Lieferkette und Nachhaltigkeit. Inga Grieger ist bei BMW i Ventures als Business Development Managerin tätig und konzentriert sich hierbei auf die Zusammenarbeit zwischen den BMW i Ventures Portfoliounternehmen und der BMW Group. Im Interview wollten wir von ihr unter anderem wissen, was für sie einen guten Pitch ausmacht: „Auf jeden Fall ein authentischer Auftritt. Mit der Zeit erkennt man recht schnell, ob jemand nur eine Rolle spielt. Gerade auch für den Erfolg von GründerInnen ist es aus meiner Sicht entscheidend, dass sie authentisch bleiben und sich nicht verstellen. Dazu kommt ein Gründerteam, das für die Idee brennt und diese Passion auch transportieren kann. Last but not least schauen wir, ob die Business-Idee kundenzentriert gedacht ist und eine nachhaltige Transformation in der Automobilbranche vorantreiben kann.“ (Foto: BMW i Ventures)
One Mission: Die Münchner Initiative One Mission hat es sich zur Aufgabe gemacht, mehr Diversität in Münchner Startups zu bringen. Gleichzeitig will das vom Gründerzentrum Werk1 gegründete Netzwerk es Female Founders einfacher machen, an Investorengelder zu kommen. Auf die Frage, wie Startups von diversen Teams profitieren, meint Maike Wursthorn, Co-Gründerin von One Mission, im Interview mit Munich Startup: „Diverse Teams sind durch verschiedene Erfahrungen, Blickwinkel und Meinungen innovativer und effizienter. Wenn man sich von Anfang an divers aufstellt und zum Beispiel ein Produkt mit einem vielfältigen Team entwickelt, spricht man automatisch einen größeren KundInnenstamm an – das erhöht die Erfolgschancen. Gleichzeitig wird das Unternehmensimage positiv gestärkt und man fördert Toleranz in der Gesellschaft.“ (Foto: One Mission)
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