Munich Startup
„Uns ist individuelle Betreuung der einzelnen Teams sehr wichtig.“ – Nachgefragt bei… Fraunhofer Venture

„Uns ist individuelle Betreuung der einzelnen Teams sehr wichtig.“ – Nachgefragt bei… Fraunhofer Venture

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

5. Dezember 2016

4 Min. Lesezeit

Die Fraunhofer-Gesellschaft  ist die größte Forschungsorganisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa und steht damit für Entwicklung und Innovation. Seit Ende der 90er Jahre unterstützt die Organisation ihre Mitarbeiter nicht mehr nur während der eigentlich Forschungsarbeit, sondern mit Fraunhofer Venture auch danach, wenn die Innovation auf dem Markt gebracht werden soll. Auch externe Gründer können hier Unterstützung finden. Wir wollten mehr erfahren und haben nachgefagt…

Stellt Euch bitte kurz vor.

Um den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Gesellschaft zu befördern und dem wachsenden Gründergeist in den Fraunhofer-Instituten gerecht zu werden, hat die Fraunhofer-Gesellschaft bereits 1999 die Abteilung Fraunhofer Venture ins Leben gerufen. Mittlerweile besteht Fraunhofer Venture aus einem 22-köpfigen Team.

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Das Team (© Fraunhofer Venture)

Fraunhofer Venture unterstützt Fraunhofer-Mitarbeitende bei der Kommerzialisierung ihrer Technologien, von einer ersten groben Idee über ein validiertes Geschäftsmodell bis hin zur Optimierung des Businessplans. Auch die Ausgestaltung von Verträgen sowie die Suche nach Finanz- und Kooperations-partnern nehmen einen wichtigen Teil der Unterstützungsleistung ein.

Förderung von externen Gründern

Wen fördert Ihr: Lediglich Fraunhofer-Ausgründungen oder auch externe Gründer & Startups?

Der Fokus lag bisher auf der Förderung interner Startups. Durch unsere zwei vom BMBF geförderten Projekte »VentureConnect« und »TechBridge« öffnen wir  seit Oktober auch externen Gründern und KMUs unsere Fraunhofer-Netzwerke.

Durch »VentureConnect« soll die Zusammenarbeit zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft und KMUs noch stärker ausgebaut und dabei die Bedürnisse auf beiden Seiten berücksichtigt sowie eine notwendige Transferinfrastruktur aufgebaut werden.

Die Initiative »TechBridge« bringt externe Technologie-Startups mit Fraunhofer-Forscher/innen bzw. Fraunhofer-IP zusammen.

Wie unterstützt Ihr Startups ganz konkret?

Unser Leistungsspektrum umfasst die komplette Betreuung und Beratung vor, während und nach der Gründungsphase.

Fraunhofer Venture
© Claudia Messmer

Das „Fraunhofer Venture Lab“ folgt der Mission schon in sehr frühen Phasen, unternehmerisches Denken und Handeln erleb- und anwendbar zu machen und Forscher/innen auf ihrem Weg zum Intra- oder Entrepreneur zu unterstützen. Mit zahlreichen Angeboten konnten Prozesse und Methoden etabliert werden, die nachhaltig die Unternehmer- und Gründerkultur stärken und Projekte von der ersten Idee bis zum validierten Geschäftsmodell begleiten. Neben Workshops, Veranstaltungen und Netzwerk-Maßnahmen wurde ein Accelerator-Programm (FDays®) aufgebaut, das auf die speziellen Anforderungen bei Fraunhofer zugeschnitten ist und den Mitarbeitenden die notwendigen Werkzeuge und Ressourcen an die Hand gibt, ihre ersten Geschäftsmodelle gezielt weiter zu entwickeln.

Darüber hinaus werden durch die Initiative »Fraunhofer fördert Entrepreneure« (FFE) Fraunhofer-Einrichtungen finanzielle Mittel bereitgestellt, die es erlauben, bestehende Forschungsergebnisse zur Marktreife weiter zu entwickeln und den Businessplan zu schärfen.

Außerdem erhalten die Gründer im Rahmen des Programms »Fraunhofer fördert Management« (FFM) Unterstützung durch einen Management-Spezialisten.

Fokus auf individueller Betreuung

Worauf legt Ihr bei der Zusammenarbeit mit Startups den Fokus?

Uns ist individuelle Betreuung der einzelnen Teams sehr wichtig. So unterstützen wir je nach Bedarf durch Workshops und individuelle Coachings. Auch haben Startups Zugang zu unserem Netzwerk.

„Um erfolgreich zu sein, muss ein Startup …“

… aus einer guten Mischung an Team-Mitgliedern bestehen, sowohl was deren Expertise, als auch Persönlichkeit betrifft.

Größter Fehler: Technologie-Verliebtheit vieler Gründer

Was ist der größte Fehler, den ein Startup machen kann?

© Claudia Messmer
© Claudia Messmer

Der größte Fehler, den wir bei unseren High-Tech-Projekten beobachten, ist die Technologie-Verliebtheit vieler potenzieller Gründer. Deshalb unterstützen wir unsere Teams dabei, den Projekten frühzeitig die „Marktbrille“ aufzusetzen, den Marktbedarf im Detail zu verstehen und entsprechen das Marktangebot zu schärfen.

Außerdem unterstützen externe „Business Designer“ unsere Technologen mit dem nötigen wirtschaftlichen Knowhow.

Der Trend des Jahres ist…!

Digitalisierung

Welche Eigenschaften macht die Münchner Startup Szene so besonders?

Fokus auf Tech, B2B, Zusammenspiel von Hochschulen und Unternehmen, kompetente Qualifizierungsprogramme für Talente…

Last but not least: Auf wen gehen Startups zu, wenn sie mit Euch ins Gespräch kommen wollen?

Auf unserer Webseite befinden sich alle Team-Mitglieder inklusive ihrer Schwerpunkte. Kommt gerne auf uns zu.

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