Munich Startup
München passt Crowdfunding-Förderung an

München passt Crowdfunding-Förderung an

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

23. April 2020

2 Min. Lesezeit

Mit ihrer Crowdfunding-Förderung hat die Landeshauptstadt München ein deutschlandweit einzigartiges Angebot. Aufgrund der Corona-Krise hat die Stadt nun die Bedingungen des Programms angepasst, um der stark betroffenen Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt unter die Arme zu greifen.

Bisher hatte die bayerische Landeshauptstadt die Vorbereitung und Durchführung einer Crowdfunding-Kampagne finanziell mit einem Zuschuss von 50 Prozent bis maximal 3.000 Euro unterstützt. Dabei wurden die Ausgaben für Fotos oder Videos, Texte, Lektorat, Übersetzungen, Grafikdienstleistungen wie Infografiken genauso wie Storytelling, Kommunikation, PR oder Social Media bezuschusst.

Nun wurde die Fördersumme vom Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) angepasst. Bis Ende Mai 2020 wird der Zuschuss für kreative Leistungen zur Vorbereitung der Kampagne auf 90 Prozent der anfallenden Kosten erhöht. Damit benötigen die Kampagnenerstellenden deutlicher weniger Eigenkapital als bisher. Auf diese Weise möchte das RAW nicht nur ProjektstarterInnen und ihre Ideen unterstützten, sondern auch die Auftragssituation der lokalen Kultur- und Kreativwirtschaft während der Corona-Krise stärken. Die maximale Fördersumme von 3.000 Euro bleibt dabei bestehen. Alle Informationen zu dem Programm sowie den Antrag gibt es unter www.muenchen.de/crowdfunding.

Schritte nach der Crowdfunding-Förderung

Auch viele Crowdfunding-Plattformen haben auf die Corona-Krise reagiert und eigene Sonderformate eingerichtet. Viele davon sind mit dem Crowdfunding-Förderprogramm der Stadt kompatibel. So hat beispielsweise Startnext angekündigt, durch die aktuelle Situation betroffenen Projekten die Transaktionsgebühren in Höhe von 4 Prozent zu erstatten. Zudem wird für diese Projekte das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ ausgesetzt. Damit wird die gesammelte Unterstützung auch dann ausgezahlt, wenn das gesetzte Ziel nicht erreicht wird.

Ein weiterer Vorteil der geförderten Projekte: Wer eine erfolgreiche Kampagne vorweisen kann, kann diese bei der Stadtsparkasse München im Rahmen des „Munich Crowd“-Programms mit einem Gründungsdarlehen verknüpfen. Bei diesem Cofunding erhalten die GründerInnen von der Stadtsparkasse eine umfassende Beratung zum richtigen Finanzierungsmix. Dabei zählt das erfolgreiche Crowdfunding als Nachweis für eine konkrete Nachfrage des geplanten Produkts oder der Dienstleistung am Markt.


Alle Informationen zu dem Programm sowie den Antrag gibt es unter www.muenchen.de/crowdfunding

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