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KfW-Report: Deutlich mehr Startup-Gründungen in Deutschland

KfW-Report: Deutlich mehr Startup-Gründungen in Deutschland

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

12. November 2018

2 Min. Lesezeit

Die Zahl der Startup-Gründer steigt: Im Jahr 2017 haben rund 108.000 Menschen in Deutschland 60.000 Startup-Unternehmen gegründet, so eine aktuelle Studie der KfW.

Gegenüber 2016 bedeutet das einen Anstieg um rund 16 Prozent bei den Gründern und um 11 Prozent bei den Startups. Als Startup zählt die Untersuchung innovations- oder wachstumsorientierte Jungunternehmen.

Noch deutlicher ist das Wachstum bei Startups, die sowohl innovations- als auch wachstumsorientiert sind: 29.000 Gründer haben 12.500 solche „Startups im engeren Sinne“ aus der Taufe gehoben. Dies entspricht gegenüber 2016 einem Anstieg von 53 Prozent bei den Gründern und von 39 Prozent bei den Startups.

„Trotz einer seit Jahren sinkenden Gründungstätigkeit ist die Zahl der innovativen und wachstumsorientierten Startups im Jahr 2017 gestiegen“,

sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW.

„Diese dynamischen jungen Unternehmen benötigt die deutsche Wirtschaft, um fit für die Zukunft zu bleiben. Insbesondere sie sind es oft, die neue Technologien anwendungstauglich machen und so für deren Verbreitung sorgen.“

Startup-Gründer sind häufig junge Männer

Ein genauerer Blick auf die untersuchten Startup-Gründer zeigt, dass diese im Durchschnitt 3 bis 5 Jahre jünger als andere Jungunternehmer sind. Obwohl der Anteil der Gründer unter 30 Jahre größer ist als bei anderen Jungunternehmern, sind über 50-jährige Gründer genauso häufig vertreten.

Die Startup-Szene ist noch stärker als die allgemeine Gründerszene männlich dominiert. Während der Frauenanteil bei allen Existenzgründungen 2017 bei 37 Prozent liegt, sind den Studienautoren zufolge nur 10 bis 20 Prozent der Startupgründer weiblich. Zeuner sagt:

„Frauen sind als Startup-Gründern noch stärker unterrepräsentiert als bei der gesamten Gründungstätigkeit ohnehin schon. Dies hat verschiedene Ursachen, eindeutig ist aber, dass Frauen seltener MINT-Studiengänge absolvieren — und damit seltener in Startup affinen Bereichen. Wenn es gelänge, mehr Frauen für MINT zu begeistern, würden wir mehr Frauen als Startup-Gründer sehen.“

Die vollständige Studie steht online zur Verfügung.

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