Munich Startup
„In den kommenden fünf Jahren soll Kekz im deutschsprachigen Raum ein gängiger Begriff sein“

„In den kommenden fünf Jahren soll Kekz im deutschsprachigen Raum ein gängiger Begriff sein“

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

11. Januar 2021

4 Min. Lesezeit

Munich Startup: Wer seid Ihr und was macht Kekz? Stellt Euch bitte kurz vor!

Kekz: Das Münchner Startup Kekz revolutioniert mit seinem kabellosen Kinderkopfhörersystem die Art und Weise, wie Kinder unterwegs ihre Lieblingsaudioinhalte konsumieren. Dabei setzt Kekz auf eine intuitive Bedienung, um Vorschulkindern eine selbstbestimmte Steuerung von Musik und Hörbüchern zu ermöglichen – ganz ohne Ablenkung, ohne Bildschirm und ohne externe Audioquelle. Mit der simplen Plug-and-Play-Mechanik werden die Kekze-Chips über Magnete an der Außenseite der Ohrmuschel angebracht, um die Wiedergabe der Audioinhalte zu starten. Kekz wurde von uns, Carl Taylor und Adin Mumma, 2020 in München gegründet und bereits mit dem German Design Award 2021 ausgezeichnet.

Carl Taylor war in den letzten Jahren bei Sony Music Entertainment für den Bereich Marken- und Mediakooperationen verantwortlich. Als Produktmanager hat er in der Vergangenheit bereits Bands wie Die Fantastischen Vier, Silbermond, Clueso und Joe Cocker auf ihrem Weg begleitet. Der studierte Betriebswirt und passionierte Marathonläufer lebt mit seiner Familie bei München.

Adin Mumma ist ein amerikanischer Industriedesigner und Unternehmer mit über 15 Jahren Erfahrung in der Produktion für internationale Marken und Einzelhändler. Viele seiner preisgekrönten Designs sind bei großen Einzelhändlern und in Museen zu sehen. Adins Arbeiten sind skurril und minimalistisch zugleich und fordern auf kreative Art und Weise den Status quo heraus. Inzwischen hat er sich mit seiner Familie in München niedergelassen, wo er 2014 seine Designfirma Muemma GmbH gründete.

Munich Startup: Welches Problem löst Euer Startup?

Kekz: Kekz löst sowohl ein Problem für Kinder als auch für ihre Eltern. Denn mit unserem Kopfhörersystem wollen wir Kindern ermöglichen, ihre Lieblings-Hörbücher und -Musik ohne Kompromisse steuern und genießen zu können – ganz ohne Abhängigkeit vom Handy oder Tablet der Eltern und ohne Ablenkung durch Touch-Screens oder unnötige Bedienelemente.

Ohne Registrierung, Datenverbindung oder Download

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Kekz: Mit der simplen Plug-and-Play-Mechanik werden die Kekze-Chips über Magnete an der Außenseite der Ohrmuschel angebracht, um die Wiedergabe der Audioinhalte zu starten. Auf den ersten Blick scheint die Connect-and-Play-Mechanik bekannt, allerdings gibt es relevante Unterschiede im Vergleich zu ähnlichen Systemen. Zum Beispiel liegt der Content nicht auf dem Kekze-Chip. Der gesamte verfügbare Audiokatalog ist bereits auf dem Kopfhörer vorinstalliert. Bei Verbindung mit dem Kopfhörer entschlüsselt der Chip dann den entsprechenden Audio-Inhalt auf dem Kopfhörer. Das heißt – auf dem Weg in den Urlaub können Eltern perspektivisch am nächsten Rastplatz einfach einen neuen Chip kaufen, anklicken und los gehts. Für die Aktivierung eines Kekze-Chips bedarf es weder einer Registrierung, noch einer Datenverbindung, noch eines erstmaligen Downloads.

Munich Startup: Was waren bisher Eure größte Herausforderung?

Kekz: Die größte Herausforderung war anfangs, sich aus der eigenen Komfortzone der Festanstellung zu bewegen. Darüber hinaus sind wir sehr dankbar, dass wir ein großartiges Team um uns haben, das uns bei allen Herausforderungen optimal unterstützt, die mit der Gründung einer Firma, der Entwicklung eines neuen Produkts, Patentanmeldungen, Finanzen, Kommunikation etc. einhergehen.

Weihnachten 2021 soll keiner mehr an Kekz vorbeikommen

Munich Startup: Wo möchtet Ihr in einem Jahr stehen, wo in fünf Jahren?

Kekz: Weihnachten 2021 kommt keiner mehr an Kekz vorbei, der für Weihnachtsgeschenke für Kinder sucht. Wir arbeiten unermüdlich daran, dass wir der Nachfrage, die uns bereits jetzt erreicht, ab Markteinführung Mitte des Jahres uneingeschränkt nachkommen können. In den kommenden fünf Jahren soll Kekz im deutschsprachigen Raum ein gängiger Begriff sein, wenn es um Kinderunterhaltung für unterwegs und zuhause geht. Wir arbeiten dafür bereits an strategisch starken Partnerschaften und wir wollen auch international erste Erfolge verzeichnet haben.

Munich Startup: Wie schätzt Ihr den Startup-Standort München ein?

Kekz: Das ist eigentlich keine Frage der subjektiven Einschätzung. Der Startup-Standort Bayern konnte laut aktuellem EY Startup Barometer alleine im ersten Halbjahr 2020 ordentlich an Fahrt gewinnen und das Investitionsvolumen vervierfachen. Insofern fühlen wir uns in der bayerischen Startup-Landschaft auch bestens aufgehoben.

Munich Startup: Strand oder Berge?

Kekz: Vor uns das Meer, hinter uns die Berge.

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