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Industrie 4.0: Deutsche Industrie sieht sich gut aufgestellt

Industrie 4.0: Deutsche Industrie sieht sich gut aufgestellt

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

3. Juni 2022

2 Min. Lesezeit

Der Digitalverband Bitkom hat 553 Industrieunternehmen in Deutschland telefonisch befragt, welche Nation ihrer Meinung nach derzeit beim Thema Industrie 4.0 führend ist. Jedes vierte befragte Unternehmen sieht die USA vorne. Deutschland belegt mit 16 Prozent der Nennungen Platz zwei, dicht gefolgt von China und Japan mit jeweils 15 Prozent. Südkorea sehen 13 Prozent auf dem Spitzenplatz. Christina Raab, Mitglied im Bitkom-Präsidium, sagt:

„Industrie 4.0, das ist die durchdigitalisierte und unternehmensübergreifend vernetzte Industrie. Mit der schnellen Einführung des Mobilfunkstandards 5G in Deutschlands Fabriken werden die Karten neu gemischt.“

Deutsche Industrie wünscht sich mehr politische Unterstützung

Als ausschlaggebend für Deutschlands Erfolg in der Industrie 4.0 sehen 55 Prozent der Befragten ein proaktives Management in den Unternehmen. 39 Prozent sagen, dass in Deutschland bessere gesetzliche Rahmenbedingungen herrschen, aber nur jedes Vierte sieht Deutschland als führend bei der Etablierung von Standards oder bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung. Nur 11 Prozent sprechen von einer starken Unterstützung durch die Politik im Bereich Industrie 4.0. Für die anderen Nationen wird das politische Engagement hingegen besser bewertet: Die USA landen bei 21 Prozent, China bei 22 Prozent und Japan bei 20 Prozent. Christina Raab sagt:

„Wir brauchen bessere steuerliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Industrie 4.0, eine Stärkung der Forschungs- und Entwicklungsförderung sowie gezielte Weiterbildungsangebote für die Beschäftigten.“

Auch für die kommenden Jahre erwarten die Befragten nur geringe Veränderungen im Ranking: So sagt jedes fünfte Unternehmen, dass auch im Jahr 2030 die USA in dem Bereich führend sein werden. Jeweils 15 Prozent nennen Deutschland und Südkorea, 14 Prozent Japan. Chinas Zukunft sehen die Unternehmen hingegen kritisch: Lediglich 12 Prozent gehen davon aus, dass China zukünftig an erster Stelle steht.

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