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IHK fordert bessere Finanzierung für Startups

IHK fordert bessere Finanzierung für Startups

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

25. Januar 2018

2 Min. Lesezeit

Die IHK für München und Oberbayern fordert die Politik auf, sich für eine bessere Finanzierung von Startups einzusetzen. Vor allem im internationalen Vergleich mache sich der Mangel an Kapital bemerkbar. So wurden 2015 in Deutschland rund 800 Millionen Euro Wagniskapital investiert – in den USA waren es im selben Zeitraum 53 Milliarden Euro.

„Der Digitalisierungs- und Innovationsdruck auf unsere Wirtschaft steigt. Nie waren deshalb junge Unternehmen mit innovativen Ideen als Partner für Mittelstand und Industrie so wichtig wie heute. Doch sie benötigen Kapital – und das ist weiterhin rar in Deutschland. Besonders in der Wachstumsphase ist mehr Stabilität in der Finanzierung notwendig“,

erklärt IHK-Präsident Eberhard Sasse.

Investitionen in begünstigte Startups sollen darum steuerlich sofort geltend gemacht werden können, um dem verhältnismäßig hohen finanziellen Risiko Rechnung zu tragen und Investitionen sowie Gründungen grundsätzlich attraktiver zu machen.

Anreize für Privatanleger sollen erhöht werden

Gefördert werden soll ebenfalls das Engagement von Privatanlegern. Um die Anreize für diese Geldgeber zu erhöhen, soll die aktuell in Deutschland geltende Mindesthöhe für Investitionssummen in Wagniskapitalfonds von 200.000 Euro auf die eigentliche EU-Schwelle von 100.000 Euro gesenkt werden. Zusätzlich spricht sich die IHK dafür aus, den „Invest“-Zuschuss auch Privatanlegern zu gewähren, wodurch sie ebenfalls von einem Zuschuss des Bundes in Höhe von 20% ihrer Beteiligung erhalten würden.

Handlungsbedarf sieht Sasse zudem bei der öffentlichen Förderpolitik sowie beim Umgang mit jungen Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen.

„Startups haben in Deutschland bisher praktisch keine Chance, öffentliche Aufträge im Vergabeverfahren zu erhalten. Hier sind bessere Rahmenbedingungen notwendig, damit neue Ideen Innovationen im staatlichen Bereich fördern. Gleichzeitig brauchen wir eine Technologieförderung, die sich mehr als bisher an der Realität von Startups orientiert. Es darf nicht sein, dass Technologieprojekte aufgrund starrer Definitionen, beispielsweise bei der Kapitalausstattung, scheitern. Startups müssen im Vergleich zu KMUs anders bewertet werden“,

so der IHK-Präsident.

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