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Gründer werden digitaler und innovativer

Gründer werden digitaler und innovativer

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

February 16, 2017

2 min. read time

Die Zahl der Gründer in Deutschland ist 2016 deutlich gesunken. Das ergab der KfW Gründungsmonitor 2016. Eine neue Untersuchung der KfW zeigt nun: Die wenigeren Gründer sind innovativer geworden.

Die Zahlen der aktuellen Analyse sind jedoch schon etwas älter und beziehen sich auf Gründungen der Jahre 2013 bis 2015, die 2015 noch aktiv waren. Eines der Kernergebnisse: Rund jede fünfte Gründung (19%) bietet digitale Produkte oder Dienstleistungen an. Das bedeutet einen Anstieg um 6% gegenüber dem Vorjahr.

Der wachsende Anteil digitaler Gründungen ist insbesondere deshalb interessant, da Digitalunternehmen deutlich innovativer sind als herkömmliche Gründungen. 12%  der digitalen Gründer gaben an, dass ihr Angebot eine überregionale Marktneuheit ist. Bei „nicht-digitalen“ Gründern sind dies nur 5%. Auch spannend: 19% der Digitalgründer betreiben eigene Forschung und Entwicklung gegenüber nur 10% bei den konventionellen Gründern. Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW, fasst zusammen:

„‘Digitale‘ Gründer sind doppelt so oft innovativ wie ‚nicht-digitale‘. Sie sind stärker als andere Gründer auf ‚Neues‘ fokussiert. Darin liegt eine große Wirkungskraft auf die Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung der Volkswirtschaft.“

Volkswirtschaftliche Rolle digitaler Gründer

Digitale Unternehmen nutzen offenbar auch deutlich häufiger neue Vertriebskanäle und peilen deshalb eine deutlich größere Reichweite an, so die Studie: Sieben von zehn Digitalgründern streben einen überregionalen Absatzmarkt an, gegenüber nur zwei von zehn bei den nicht-digitalen.

Wenig überraschend: Junge Digitalunternehmen sind stärker wachstumsorientiert und suchen dementsprechend häufiger externes Kapital: Jeder dritte will in den nächsten zwei Jahren (2016/2017) Kapital raisen, im Vergleich zu nur jedem fünften herkömmlichen Jungunternehmen. Dr. Zeuner sagt:

„Nach der Startup-Phase benötigen ‚digitale‘ Gründer passende Anschlussfinanzierungen, um ihre Geschäftstätigkeit für den internationalen Markt weiter auszubauen. Diese gilt es sicherzustellen, damit die ‚digitalen‘ Unternehmen ihre Innovationskraft ausspielen und ihre besondere volkswirtschaftliche Rolle ausfüllen können.“

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