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Globaler Gründungsmonitor 2018/2019: Deutsche Gründerquote unverändert

Globaler Gründungsmonitor 2018/2019: Deutsche Gründerquote unverändert

Sandra Ohse

Sandra Ohse

Sandra Ohse hat bisher als Redakteurin für eine bekannte Computer-Zeitschrift über die neuesten technischen Innovationen berichtet. Nun freut sie sich darauf, in die Welt der Startups einzutauchen, kreative Köpfe kennenzulernen und sie auf ihrem Weg redaktionell zu begleiten.

16. Mai 2019

2 Min. Lesezeit

Laut des Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2018/2019 hat sich die Gründerquote in Deutschland im Vergleich zu den vergangenen Jahren nur wenig verändert.

Der seit 20 Jahren erscheinende Globale Gründungsmonitor (Global Entrepreneurship Monitor) analysiert das weltweite Gründungsgeschehen. Bis zu 70 Länder veröffentlichen in diesem Rahmen jedes Jahr die Ergebnisse ihrer Auswertungen bezüglich der nationalen Gründungsaktivitäten sowie der jeweils vorherrschenden Rahmenbedingungen. In Deutschland ist das Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover sowie das RKW Kompetenzzentrum für die Analyse verantwortlich. Weltweit wurden für den diesjährigen GEM 150.000 Menschen aus 49 Ländern befragt, davon 4248 Deutsche. Aber auch 2043 Gründungsexperten kamen zu Wort, davon stammen 53 aus Deutschland. Den vollständigen Bericht könnt Ihr hier herunterladen.

Entwicklungen in der deutschen Gründerszene

Die deutsche Gründungsquote liegt derzeit bei 4,97 Prozent und ist damit ähnlich niedrig wie in den Ländern Frankreich, Italien oder Polen. Beim Prozentanteil technologieintensiver Gründungen schneidet Deutschland mit 9,1 Prozent solide ab. Zum Vergleich: Die Gründungsquote der USA beträgt 5,2 Prozent. Eine positive Entwicklung ist außerdem in der rückläufigen Angst vor der Unternehmensgründung bei den Befragten zu verzeichnen. Hier ist der Prozentanteil der Menschen mit Bedenken im Vergleich zum Vorjahr von 42 Prozent auf 38 Prozent gefallen. Auch werden die Gründungschancen zunehmend positiver eingeschätzt. So bewerteten weniger als 30 Prozent der Befragten im Jahr 2010 die Gründungschancen als vielversprechend, im Jahr 2018 waren es immerhin schon 42 Prozent. Auch eine Veränderung der Altersstruktur der deutschen Gründer ist zu verzeichnen. Diese werden immer jünger. Während die höchste Gründungsquote 1999 noch bei den 35 – 44-Jährigen zu finden war, liegt sie mittlerweile bei den 25 – 34-Jährigen.

Global Entrepreneurship Monitor 2018/2019: Exper Rating Germany

Global Entrepreneurship Monitor 2018/2019: Deutschland schneidet mäßig ab

Trotz der positiven Entwicklungen schneidet Deutschland im internationalen Vergleich mäßig ab. Dies ist nicht nur mit der niedrigen Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik zu erklären, sondern auch mit dem verhältnismäßig hohen Durchschnittslohn sowie der großen Anzahl an mittelständigen Unternehmen sowie großen etablierten Konzernen. Diese locken mit sicheren und gut bezahlten Arbeitsplätzen. Die Stärken des Standorts Deutschland liegen laut des GEM vor allem bei den staatlich finanzierten Entrepreneurship-Programmen.

Alle Ergebnisse des Globalen Gründungsmonitors 2018/2019

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