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EU steigt bei deutschem VC-Fonds Coparion ein

EU steigt bei deutschem VC-Fonds Coparion ein

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

March 21, 2018

3 min. read time

Die Europäische Investitionsbank (EIB) beteiligt sich am Investitionsfonds Coparion. Mit dem Beitritt der EU-Einrichtung erhöht sich das Fondsvolumen auf 275 Millionen Euro.

Ermöglicht wird die EIB-Beteiligung von 50 Millionen Euro durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), einem gemeinsamen Projekt von EIB und der Europäischen Kommission. Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, sagt, der Einstieg des EIB zeige, dass man mit der Gründung des Fonds Coparion 2016 den richtigen Weg gegangen sei. Auch die EIB sehe Potenzial im deutschen Venture-Capital-Markt.

„Trotzdem ist der deutsche Wagniskapitalmarkt im Vergleich zu unserer Wirtschaftskraft noch zu klein. Gründerinnen und Gründer brauchen attraktive Rahmenbedingungen. Dazu zählt selbstverständliche ein attraktiver Markt für Venture Capital. Das sichert langfristig Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland.“

KfW-Vorstandsmitglied Dr. Ingrid Hengster sagt, sein Haus begleite junge wachstumsorientierte Technologieunternehmen seit vielen Jahren mit Kapital auf ihrem Wachstumskurs:

„Hierzu entwickeln wir unsere Finanzierungsansätze kontinuierlich weiter. Mit der Gründung und unserer Beteiligung an Coparion haben wir vor zwei Jahren unseren erfolgreichen Co-Investitionsansatz auf ein neues, marktnahes Fundament gesetzt. Wir freuen uns, dass dieses Fundament mit der EIB als neuem starken europäischen Partner weiter verstärkt wird.“

Coparion ein „wichtiges, würdiges Projekt“

Der für den EFSI und das Geschäft in Deutschland zuständige EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle sieht den europäischen Risikokapitalmarkt im Vergleich zu den USA deutlich schwächer entwickelt. Das erschwere besonders für junge Technologieunternehmen die Kapitalbeschaffung. Weiter sagt Fayolle:

„Ich begrüße deshalb ausdrücklich die enge Zusammenarbeit mit BMWi, BMF und KfW, die zu unserem ersten Engagement im deutschen Venture-Kapitalsektor geführt hat. Für die EU-Bank zählt die Förderung junger, innovativer Wachstumsunternehmen zu den Prioritäten, denn der Zugang zu Finanzierungsmitteln, vor allem, wenn es sich um risikoreichere Projekte handelt, ist von entscheidender Bedeutung, um die Investitionslücke in Europa zu schließen und im internationalen Wettbewerb vorne mitzuspielen.“

Auch Jyrki Katainen, für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständiger Vizepräsident der Europäischen Kommission, sieht einen dringenden Bedarf nach Risikokapital in der EU:

„Die heutigen Nachrichten sind daher sehr willkommen: 275 Millionen Euro sind ein beeindruckendes Startkapital! Wir müssen Frühphasenunternehmen Zugang zu Finanzierungen gewähren und ihnen damit helfen, in der EU zu bleiben. Ich bin stolz darauf, dass der Europäische Fonds für Strategische Investitionen, in Zusammenarbeit mit der deutschen Regierung und der Europäischen Investitionsbank, ein solch wichtiges, würdiges Projekt unterstützt.“

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