Diese Münchner Startups zählen Promis zu ihren Geldgebern
Maximilian Feigl
Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.
Die Liste an InvestorInnen von Air Up hat in diesem Frühjahr besonders glamourösen Zuwachs bekommen: Denn seit April halten Ashton Kutcher und Mila Kunis ein Prozent des Münchner Getränke-Startups. Für die Expansionspläne von Air Up in den USA ist diese Beteiligung ein deutlicher Vorteil. Das zeigte sich zuletzt, als Kim Kardashian mit einer Flasche von Air Up gesehen wurde – während sie zusammen mit Ashton Kutcher einen Werbespot für Peloton aufnahm, ein anderes seiner Startup-Investments. (Foto: Air Up)Mit Joko Winterscheidt hat Andreas Weinzierl nicht nur einen Investor, sondern gleich einen Co-Founder für sein Startup Sushi Bikes gefunden. Mit ihrem Produkt wollen die Unternehmer drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ein bezahlbares Elektrofahrrad, das mit 999 Euro deutlich günstiger ist als Konkurrenzprodukte, verbunden mit der reduzierten Ästhetik eines Fixie Bikes (Singlespeed-Fahrrad) und einem leichten und kompakten Akku, der sich mit seiner Leistung an städtischen Begebenheiten orientiert. Zum Namen erklärt Joko Winterscheidt: „Wer denkt bei E-Bikes nicht sofort an SUSHI? Das eine rollt, das andere sind Rolls. Deshalb kam uns der perfekte wenn auch etwas skurrile Name beim Asiaten. Sushi Bikes – this is how we roll.“ (Foto: Sushi Bikes)Joko Winterscheidt zum Zweiten: Der Entertainer ist inzwischen bekannt für seine Startup-Investments, und auch ein weiteres Münchner Startup konnte ihn von sich überzeugen. Greenforce produziert veganen Fleisch- und Milchersatz und macht damit immer wieder von sich reden – zuletzt etwa mit einer veganen Weißwurst. Neben Winterscheidt haben noch andere prominente Geldgeber in das Startup investiert, so etwa Bayern-Spieler Thomas Müller und Michael Käfer. (Foto: Greenforce)Das Münchner Startup Kekz entwickelt ein kabelloses Kopfhörersystem für Kinder. Mit diesem Konzept konnten die Gründer Peter Maffay als Investor und strategischen Partner mit an Bord holen. Im Zuge seines Engagements erklärte der Tabaluga-Erfinder: „Kekz löst ein Problem, das vermutlich jede Familie kennt, die mit Kindern unterwegs ist. Die Idee einer ablenkungsfreien Unterhaltungsmöglichkeit, die schon fast an analoge Zeiten erinnert, hat uns sofort begeistert. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Carl und Adin.“ (Foto: Kekz)Das Münchner Regtech-Startup Alyne will das Technologie-Risikomanagement für stark regulierte Branchen wie den Finanzsektor kostengünstiger und vor allem einfacher gestalten. Mit ihrer Lösung konnten sie den Promi-Investor Carsten Maschmeyer ködern – übrigens, ohne dafür in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ auftreten zu müssen. Für Maschmeyer hat sich das Investment jedenfalls gelohnt: Alyne wurde im vergangenen Jahr vom Technologieanbieter Mitratech gekauft. (Foto: Alyne)Auch bei Reinvent zeigte Carsten Maschmeyer das richtige Gespür: Als er im Sommer 2020 mit seinem Venture-Capital-Fonds Alstin Capital bei dem Bau- und Immobilien-Software-Anbieter einstieg, erklärte er: „Reinvent ist das erste Proptech-Investment von Alstin Capital – und es revolutioniert bereits jetzt die Baubranche.“ Zwei Jahre später erfolgte dann der Exit: Der Bremer Großhändler GC-Gruppe übernahm im Juni 2022 die Mehrheit an Reinvent, bis auf die Gründer sollen alle Gesellschafter ihre Anteile für einen zweistelligen Millionenbetrag an ihn veräußert haben. (Foto: Foto: obs/ALSTIN Capital/Annett von Loeffelholz)Einen anderen „Löwen“ konnte Robco (früher: Kea Robotics) von sich überzeugen, ebenfalls ganz ohne TV-Auftritt: Frank Thelen steig im Juni 2021 mit seiner Investmentfirma Freigeist Capital bei den Münchnern ein. Das Startup entwickelt kostengünstige kleine Roboter für mittelständische verarbeitende Betriebe. Die Münchner nennen dies Robotics-as-a-Platform.Ein weiteres Münchner Startup, in das Frank Thelen ohne Auftritt in der TV-Show investierte, ist Smartlane. Das Unternehmen bietet eine Rundumlösung für Logistik-Prozesse, die die Transportplanung und Steuerung automatisieren und damit zu Kosten- und Zeitersparnissen beitragen soll. Frank Thelen erklärte bei seinem Einstieg 2019: „Wir sind durch Baystartup auf Smartlane aufmerksam geworden und Smartlane ist nach Air Up bereits das zweite Unternehmen aus unserem Portfolio, das von Baystartup unterstützt wird. Wir schätzen die Partnerschaft mit Baystartup sehr und hoffen, auch in Zukunft interessante und vielversprechende Gründerteams über das Programm kennenzulernen und natürlich, den bisherigen gemeinsamen Startups zu nachhaltigem Erfolg und Wachstum zu verhelfen.”
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