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Sind E-Scooter doch nicht so gefährlich?

Sind E-Scooter doch nicht so gefährlich?

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

14. Februar 2020

2 Min. Lesezeit

Die DEVK senkt ihre Versicherungsbeiträge für E-Scooter um bis zu 42 Prozent. Nach Aussage des Versicherers sind die elektrischen Roller seltener in Unfälle verwickelt als erwartet.

Manche Großstadtbewohner empfinden E-Scooter als Ärgernis: Immer wieder beobachtet man, dass die Elektroroller quer auf dem Gehweg abgestellt werden und diesen blockieren. Ein anderes Argument gegen die erst Mitte vergangenen Jahres in Deutschland zugelassenen Gefährte lautet, diese seien viel zu gefährlich: Der hohe Schwerpunkt in Verbindung mit den kleinen Rädern lässt eine erhöhte Unfallgefahr vermuten. Mehr Licht in die Frage, wie gefährlich die neuen Gefährte denn nun sind, bringt die Versicherung DEVK. Diese lässt nämlich per Pressemitteilung verlauten:

„Tatsächlich kommen Unfälle mit E-​Scootern seltener vor als gedacht – zumindest im Vergleich mit Mopeds. Deshalb senkt die DEVK ab März deutlich die Versicherungsbeiträge.“

DEVK senkt Preise gegenüber Mopeds um 42 Prozent

Statt eines Versicherungskennzeichens aus Blech, wie Mopeds, brauchen E-Scooter in Deutschland einen Versicherungsaufkleber, um legal auf deutschen Straßen und Radwegen fahren zu dürfen. Dieser muss jährlich ab 1. März mit Beginn der neuen Versicherungsperiode gekauft werden. E-​Scooter-Fahrer ab 23 Jahre zahlten bisher 48 Euro. Ab diesem Jahr verlangt die DEVK nur noch 28 Euro. Das entspricht einer Preissenkung von fast 42 Prozent. Die Altersgruppe zwischen 18 bis 22 Jahre zahlt nun 49 Euro und damit 35 Prozent weniger. Nur bei den minderjährigen Fahrern behält der Versicherer seinen Jahrespreis von 99 Euro bei.

Wissen statt Meinen

Da ein Versicherungsunternehmen seine Beiträge auf Basis tatsächlicher Schäden ermittelt, kann man davon ausgehen, dass E-Scooter deutlich seltener in Unfälle verwickelt sind als Mopeds und herkömmliche Roller, deren Versicherungskennzeichen weiterhin 48 Euro kosten.

Im Gegensatz zur öffentlichen Meinung, die sich bisweilen eher an gefühlten Wahrheiten orientiert, kann man an der Preispolitik der DEVK die Gefahr, die von E-Scootern ausgeht, wahrscheinlich objektiver ablesen. Über das Ärgernis, falsch abgestellter Roller, die den Bürgersteig blockieren, ist damit freilich nichts gesagt.

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