Munich Startup
Dcubed erhält Förderung vom ZIM

Dcubed erhält Förderung vom ZIM

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

2. September 2022

2 Min. Lesezeit

In der Raumfahrtentwicklung ist das Gewicht seit jeher ein entscheidender Faktor. Denn je schwerer ein Objekt ist, desto teurer wird dessen Reise ins All. Daher liegen immer kleinere und somit leichtere Satelliten im Trend. Gleichzeitig sollen sie aber immer mehr leisten können, was große Solarpaneele für die Stromversorgung, größere Antennen für eine hohe Datenübertragung und größere Radiatoren zur Ableitung der Wärme erfordert. Um alle diese eigentlich großen Systeme in die kleinen Satelliten zu bringen, setzen die Konstrukteure auf faltbare Strukturen. Im All werden sie dann mit Hilfe von Aktuatoren auf ihre eigentliche Größe gebracht.

Das Münchner Startup Dcubed entwickelt, produziert und vertreibt solche Aktuatoren, bisher im „Nano“-Format. Die Nano Release Nut etwa, die zum Einsatz kommt, wenn Schraubverbindungen gelöst werden müssen, misst 17x17x17mm. Die nächste Generation soll nun noch kleiner sein und nur noch wenige Millimeter groß ausfallen. Der Aktuator auf Basis einer Formgedächtnislegierung (Shape-Memory Alloy, SMA) soll mit der Bordstromversorgung der Satelliten betrieben werden und Rückmeldungen über den Entfaltungsstatus liefern. Damit wäre er der bisher in Nanosatelliten eingesetzten Technik deutlich überlegen: Die genutzten Brenndrähte (Burn-Wires) halten die Struktur nach unten, bis sie von einem thermischen Messer durchtrennt werden. Damit sind sie weder rücksetzbar, noch kann ihr Einsatz getestet werden.

Bundesmittel für Dcubed und Memetis

Dcubed hat sich für die Entwicklung des neuen Aktuators mit Memetis zusammengetan. Das Unternehmen aus Karlsruhe hat sich auf Mikroaktuatoren spezialisiert, die auf der Technologie von Formgedächtnislegierungen basieren. Für ihr Projekt haben die Partner eine Förderung im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) erhalten. ZIM ist das größte Innovationsprogramm für KMU in Deutschland und fördert innovative Unternehmen mit Geschäftsbetrieb, die neue Produkte oder technische Dienstleistungen entwickeln oder bestehende deutlich verbessern wollen. Das Projekt PAKKS ist im Juli angelaufen und wird einschließlich der Testkampagne 18 Monate lang dauern.

Neben Kooperationen zwischen Unternehmen fördert das ZIM auch die Forschung- und Entwicklungsaktivitäten einzelner Firmen. Aktuell können wieder Förderanträge gestellt werden. Weitere Informationen hierzu hält das ZIM auf seiner Webseite bereit.

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