Munich Startup
Clinaris erhält 2,6 Millionen Euro von Investoren

Clinaris erhält 2,6 Millionen Euro von Investoren

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

5. September 2020

2 Min. Lesezeit

Die hygienische Aufbereitung von Krankenzimmern und verwendeten Medizinprodukten gilt als herausfordernde Verwaltungsaufgabe. Um Krankenhäuser und medizinisches Personal hierbei zu unterstützen hat Clinaris eine digitale Applikation entwickelt. Die Software „HPM“ – Hospital Process Management – steuert die Prozesse in Echtzeit und dokumentiert die Einzelschritte. Das System setzt dabei auf BLE-Tracking-Technologie, so dass jederzeit der Standort und der Hygienestatus von Medizinprodukten im Krankenhaus oder im Pflegeheim abgerufen werden können.

Im Zuge der COVID-19-Pandemie hat Clinaris zudem seine Technologie für die Social-Distancing-Anforderungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen adaptiert. Das neue Social-Distancing-Warnsystem soll dabei helfen, den Mindestabstand zwischen Personal, Patienten und Besuchern sicherzustellen. Sollte es in einer Institution zu einer COVID-19-Infektion kommen, kann mit dem „HPM Protect System“ eine Infektionskette nachverfolgt werden.

Zu den Investoren der Series-D-Finanzierungsrunde zählen die beiden Multi Family Offices Tertium aus Hamburg und Kalodion aus Berlin. Zudem haben nicht näher genante Bestandsinvestoren erneut Kapital beigesteuert. Das Geld aus der Finanzierungsrunde werde genutzt, um die Expansion voranzutreiben und die nationalen und internationalen Vertriebsteams weiter zu stärken. Bis Ende 2021 will das 2014 gegründete Startup Kundenprojekte in allen großen westeuropäischen Märkten sowie an wichtigen Standorten wie Dubai, Hongkong, Singapur und Bangkok umsetzen. Thorsten Amann, Geschäftsführer und Mitgründer der Clinaris, erklärt:

„Dank der fortgesetzten Unterstützung der bestehenden Investoren und dem Engagement von Tertium und Kalodion werden wir unsere langfristige Wachstumsstrategie mit Nachdruck umsetzen und unsere Marktposition festigen. In wenigen Jahren gehören digitale Hygienelösungen in Kombination mit einem hochmodernen Objektverfolgungssystem in Krankenhäusern und Pflegeheimen zum Standard.“

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