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Bitkom-Umfrage: The Future is now – is it?

Bitkom-Umfrage: The Future is now – is it?

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

21. Februar 2018

3 Min. Lesezeit

Künstliche Intelligenz, 3D-Druck, Blockchain, Robotik — Themen, die in aller Munde, aber scheinbar noch nicht wirklich in der deutschen Wirtschaft angekommen sind. Das belegt zumindest jetzt das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Als größte Hürde beim Einsatz neuer Technologien geben die Befragten Anforderungen an den Datenschutz an.

Die deutsche Wirtschaft muss sich anstrengen, um beim Einsatz neuer Technologien im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Bitkom Umfrage Grafik
© Bitkom Research

So sagen zwei Drittel (68 %) der befragten Vorstände und Geschäftsführer, dass deutsche Unternehmen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz nur zu den Nachzüglern gehören oder sogar weltweit abgeschlagen sind. Rund jeder Zweite meint, dies trifft auf 3D-Druck (48 %), Blockchain (47 %) und Robotik zu (45%), nur etwas weniger sind es bei den Themen Internet of Things (42 %) und Virtual Reality (41 %) sowie Big Data (37 %) und Drohnen (31 %).

„Haben Unternehmen früher bei der Einführung neuer Technologien gezögert, so waren sie möglicherweise weniger effizient und haben teurer produziert als die Konkurrenz. Heute kann eine neue Technologie wie Künstliche Intelligenz oder Blockchain eine ganze Branche in Rekordzeit völlig umkrempeln“,

sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Weiter meint er:

„Unternehmen sollen neue Technologien nicht als Selbstzweck einführen, aber sie sind gut beraten, sich mit ihren Möglichkeiten zu beschäftigen und die Chancen für das eigene Geschäftsmodell auszuloten – oder für völlig neue Geschäftsmodelle.“

Grundsätzlich sehen die Unternehmensmanager die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung auf gutem Weg. So geben 36 % an, die deutsche Wirtschaft befinde sich aktuell im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe, weitere 2 % positionieren sie sogar weltweit auf Rang 1. Praktisch niemand hält sie für abgeschlagen und nur 13 % geben an, dass die deutsche Wirtschaft zu den digitalen Nachzüglern gehört, 44 % sehen sie im Mittelfeld.

Neue Technologien zu selten im Praxiseinsatz

Nur eine Minderheit spricht den deutschen Unternehmen eine Führungs- oder Spitzenposition beim Technologieeinsatz zu. Am ehesten trifft dies noch auf Drohnen (26 %) zu, danach folgen Internet of Things (24 %), Blockchain (18 %), Robotik (16 %), Big Data (15 %), Virtual Reality (13 %) und 3D-Druck (12 %). Schlusslicht bildet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen (6 %). Achim Berg dazu:

„In vielen der neuen Technologien ist Deutschland stark in Forschung und Entwicklung, etwa bei Künstlicher Intelligenz oder Blockchain. Was uns noch zu selten gelingt ist, diese Technologien in den Unternehmen zum Praxiseinsatz zu bringen.“

Größte Hürden beim Einsatz von neuen Technologien im eigenen Unternehmen sind nach Ansicht der Unternehmen Anforderungen an den Datenschutz, die rund jeder zweite Befragte (45 %) nennt. Dahinter folgen Anforderungen an die technische Sicherheit (39 %) und der Mangel an Fachkräften (33 %).

„Niemand kann es sich leisten, auf Zukunftstechnologien zu verzichten“

Gut jedes vierte Unternehmen beklagt die langwierigen Entscheidungsprozesse (27 %), rund jedes fünfte (18 %) fehlende Zeit im Alltagsgeschäft für diese Fragen. 14 % geben an, ihnen fehlen finanzielle Mittel für den Einsatz, 7 % nennen die Unsicherheit über den wirtschaftlichen Nutzen als Hürde. Achim Bergs Meinung dazu:

„In Anbetracht der derzeit vollen Auftragsbücher ist nachvollziehbar, wenn Unternehmen sagen, dass sie keine Zeit für neue Technologien haben. Klug ist ein solcher Ansatz allerdings nicht. Niemand, der auch morgen noch Geschäft machen will, kann es sich heute leisten, auf Zukunftstechnologien zu verzichten.“

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