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Schluss mit to-go-Abfall: 7 Fragen an reCup

Schluss mit to-go-Abfall: 7 Fragen an reCup

Florian Deglmann

Florian Deglmann

Der Exil-Nürnberger erforschte bis April 2019 als Redakteur die Münchner Startup-Szene.

23. Dezember 2016

3 Min. Lesezeit

Man kennt das: Man ist morgens unterwegs zu einem Termin, schnell noch eine Breze beim Bäcker geholt und ein Coffee-to-go dazu. Ist ja ganz praktisch: Den Pappbecher wirft man am Ende einfach schnell in den nächsten Mülleimer. Dabei sind sich viele nicht darüber bewusst, was für ein riesiger Müllberg allein durch diese weggeworfenen Becher täglich entsteht. Bei diesem Problem setzen reCup an und erklären uns ihre Idee in unseren 7 Fragen.

reCup

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch und Euer Produkt bitte kurz vor!

Im September 2016 haben wir, Fabi (27) und Flo (21), reCup gegründet und bieten seitdem das erste Mehrwegsystem für Coffee-to-go Becher an. Dabei ist uns besonders wichtig, die „Coffee-to-go-Philosophie“ aufrecht zu erhalten und dem Kaffeegenießer sowie den Kaffeeanbietern eine unkomplizierte, attraktive und nachhaltige Alternative zum Einwegbecher bereitzustellen. Wie funktioniert es? Kaffeetrinker können Ihren Coffee-to-go bei jedem unserer reCup-Partner in einem reCup (Mehrwegbecher) gegen 1€ Pfand mitnehmen bzw. zurückgeben. Dabei wird der Kaffee im reCup immer günstiger angeboten, als im Einwegbecher.

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Nö! Es gibt zwar verschiedene Kampagnen, die momentan kleinere Insellösungen anbieten (z.B. Freiburg, Hamburg, etc…), uns ist momentan aber kein anderes Pfandsystem für Coffee-to-go-Mehrwegbecher bekannt, das flächendeckend funktionieren kann.

3. Was sind die drei Hauptzutaten für Euer Erfolgsrezept?

  • So schnell wie möglich an den Markt gehen und mit Kunden in Kontakt kommen
  • Mit jedem offen über die Idee sprechen
  • Versuchen, das Geschäftsmodell von Grund auf nachhaltig aufzubauen (ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig)

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Bestens! Momentan bereiten wir den Rollout in weitere, vor allem größere Städte vor. Rosenheim war für uns eine super Testumgebung, jetzt muss es aber weitergehen. Den Rest behalten wir erstmal für uns.

5. Was bedeutet München für Euch?

Auch wenn die Gründerszene in München noch eher „klein“ ist, genießen wir den regelmäßigen Austausch mit anderen Startups und freuen uns zu sehen, dass die Community wächst. Da in Großstädten die größten Mengen an Müll durch Einwegbecher produziert werden, ist auch München ein interessanter Markt für uns, den wir möglichst bald erschließen wollen. Für uns persönlich: Heimat und zu teuer!

reCup

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Pro Jahr werden in Deutschland 2,8 Milliarden Einwegbecher verbraucht, nur für Coffee-to-go – das sind 320.000 Becher pro Stunde. Um das nächste Unicorn zu werden, müssen wir uns also noch durch einen riesigen Haufen Müll graben. Bei der Epic Fail Night kann man bestimmt viel lernen, als Besucher würden wir gerne vorbeikommen.

7. Wandern oder Biergarten?

Ganz klar: Wandern! A gscheids Bier gibt´s a am Berg + an guadn Ausblick.

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