Business Lunch statt Abendtermin: Wer sich bei Bier und Hendl mit seinem Geschäftspartner zur Business-Wiesn treffen will, sollte sich überlegen, sich schon Mittags zu verabreden. Da ist es ruhiger und die anderen Gäste sind noch nicht so betrunken. (Foto: Stefan Schweihofer – Pixabay)Tracht ist keine Pflicht: Die MünchnerInnen geben viel auf die Libertas Bavariae, ihre freiheitliche Grundeinstellung – oder kurz gesagt: Leben und leben lassen. So braucht sich niemand verpflichtet fühlen, für den Wiesnbesuch eine teure Lederhose oder ein Dirndl anzuschaffen. Auch viele MünchnerInnen tragen keine Tracht, aufs Oktoberfest geht man, wie man sich wohlfühlt. Auch Auswärtige und TouristInnen, die Freude an der Tracht haben, können diese getrost anziehen: Niemand wird sie wegen ihres traditonellen Outfits kultureller Aneignung bezichtigen. Nur allzu billige Ausführungen können für Spott sorgen. (Foto: München Tourismus, H. Gebhardt)Es geht auch ohne Alkohol: Nicht jeder verträgt das starke Wiesnbier gut und auch Radlermaßen werden manchen WiesngängerInnen schnell zu viel. Glücklicherweise wird in den meisten Festzelten auch alkoholfreies Bier angeboten. Meist werden die Maßkrüge mit farbigen Pappkarten am Henkel markiert. Wer sich für die nüchterne Variante schämt, kann die Karten dezent abziehen und entsorgen. Nur in der Augustiner-Festhalle, im Schützen-Festzelt, in Kufflers Weinzelt, in Feisinger’s Kas & Weinstub’n und im Fisch-Bäda wird kein alkoholfreies Bier angeboten. (Foto: Pixabay)Geh es gelassen an: Auch bei der Business-Wiesn sollte es nicht zu ernst zugehen. Diskussionen über KPI und harte Verhandlungen sind da eher unangebracht. Auch Papier-Unterlagen sollten im Büro bleiben. Denn erstens werden sie wahrscheinlich auf dem Tisch durchtränkt und zweitens können die neuesten Charts beim Banknachbarn für Stirnrunzeln sorgen. Genießt lieber die Stimmung und redet auch über etwas anderes als geschäftliche Kernthemen. Die Business-Wiesn ist schließlich die perfekte Networking-Gelegenheit. Wenn Bier getrunken wird, erleichtert der Alkohol die Verbrüderung von GeschäftspartnerInnen nochmal deutlich. (Foto: München Tourismus, B. Römmelt)Was auf der Theresienwiese passiert, bleibt auf der Theresienwiese: Ein ganz so strenges Schweigegelübte wie in Las Vegas gibt es sicherlich nicht. Doch auch wenn es mit GeschäftspartnerInnen und KollegInnen spät wird auf der (After-)Wiesn oder die letzte Maß vielleicht eine zu viel war, werden Wiesn-Peinlichkeit in München zumeist großzügig verziehen. Am nächsten Morgen im Büro müssen überambitionierte BierbankakrobatInnen vielleicht noch etwas Spott ertragen, aber dann ist es auch wieder gut. Auch das seit Corona etablierte Homeoffice wird vielen durch den Tag danach helfen. (Foto: München Tourismus, B. Römmelt)
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