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Weniger Kooperation zwischen Startups und etablierten Unternehmen

Weniger Kooperation zwischen Startups und etablierten Unternehmen

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

July 15, 2021

2 min. read time

Der Digitalverband Bitkom hat gut 200 Startups zu ihrer Kooperation mit Unternehmen der ‚Old Economy‘ befragt. 54 Prozent der GründerInnen entwickelten gemeinsam mit etablierten Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen. Vier von zehn Startups kooperieren auf sonstige Art und Weise, zum Beispiel im Rahmen von Gründerwettbewerben. Jedes sechste Jungunternehmen gibt an, dass etablierte Unternehmen eine finanzielle Beteiligung bei ihnen halten.

„In der Corona-Pandemie haben alle mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen. Auch wenn Vieles im Alleingang schwieriger ist: Kooperationen wurden während Corona vernachlässigt – von beiden Seiten“,

sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

„Dabei gilt es, gerade in Krisenzeiten zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen.“

Erfahrungen zeigen, dass sich Kooperation lohnt

Die Mehrheit der befragten Startups hat indes in der Vergangenheit positive Erfahrungen bei der Kooperation mit etablierten Unternehmen gesammelt. 61 Prozent derjenigen, die mit etablierten Unternehmen Produkte und Dienstleistungen entwickeln oder auf sonstige Art und Weise zusammenarbeiten, berichten von überwiegend positiven Erfahrungen. Ebenso viele konnten neue Kunden und Märkte erschließen und über die Hälfte ihr Produkt verbessern. Vier von zehn Startups stellen durch die Zusammenarbeit eine größere fachliche und technologische Expertise bei sich fest.

Auch die etablierten Unternehmen konnten von den Startups lernen, meinen zumindest die befragten Jungunternehmen. Fast jedes zweite berichtet, dass sich beide Seiten aufgrund unterschiedlicher Stärken und Schwächen ergänzen. 27 Prozent sagen allerdings, dass die etablierten Unternehmen mehr von ihnen profitieren als umgekehrt. Fast zwei Drittel der Startups geben an, dass ihnen die Prozesse bei den Betrieben viel zu langsam und aufwändig waren. Gleichzeitig sagt jedes vierte, dass es die etablierten Unternehmen als arrogant gegenüber Startups erlebt hat.

„Die Zusammenarbeit muss auf Augenhöhe stattfinden“,

erklärt Berg.

„Sie ist dann besonders wertvoll, wenn man in der Lage ist, die eigenen Schwächen und die Stärken des Partners zu erkennen und anzunehmen.“

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