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Studie: Das zahlen Startups ihren Mitarbeitern

Studie: Das zahlen Startups ihren Mitarbeitern

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

November 14, 2017

2 min. read time

Eine Studie hat sich den Startup-Jobmarkt genauer angesehen und ist dabei auch auf Diskriminierung von Frauen gestoßen.

Jede siebte freie Stelle in einem Startup (14%) findet sich in München. Nach Berlin (37%) und vor Hamburg (7%) rangiert München damit auf dem zweiten Platz in Deutschland. Insgesamt schalteten Startups in Deutschland Anzeigen für 47.319 offene Stellen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Joblift. Die Job-Metasuchmaschine hat für die Untersuchung rund 32 Millionen Online-Stellenanzeigen der letzten zwölf Monaten in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und den Niederlanden untersucht. Zusätzlich fließt eine Online-Umfrage unter rund 500 Startup-Mitarbeitern in die Studie ein.

Deutsche Startups zahlen am besten

Deutsche Startup-Mitarbeiter verdienen mit durchschnittlich 41.510 Euro unter allen vier untersuchten Ländern am besten. Ihre niederländischen Kollegen belegen im Gehaltsranking den letzten Platz und müssen sich mit 34.190 Euro begnügen. Der deutsche Durchschnittslohn liegt dennoch deutlich unter dem mittleren Gehalt aller Angestellter in Deutschland. Das hängt sicherlich aber auch mit dem jüngeren Durchschnittsalter von Mitarbeitern in Startups gegenüber allen Angestellten zusammen. Bei der wöchentlichen Arbeitszeit liegen deutsche Startups mit 45 Stunden im Mittelfeld. Im Vereinigten Königreich arbeiten Startup-Angestellte volle vier Stunden pro Woche mehr.

Gender Pay Gap und sexistische Diskriminierung auch in Startups

Ungerechte Bezahlung zwischen Frauen und Männern findet sich auch in Startup-Unternehmen: Frauen verdienen in deutschen Startups rund ein Zehntel weniger als ihre männlichen Kollegen. In den anderen untersuchten Ländern ist diese Ungleichheit sogar noch stärker ausgeprägt: In Großbritannien liegt sie bei rund einem Viertel, in den Niederlanden und Frankreich sogar bei rund einem Drittel.

Obwohl der Anteil weiblicher Führungskräfte in deutschen Jungunternehmen bei stolzen 47% liegt — und damit auf dem ersten Platz im Ländervergleich — bestehen laut der Studie auch abseits des Gehalts Probleme mit sexistischer Diskriminierung in Startups: 13% der Befragten waren selbst schon einmal betroffen, so viele wie in keinem anderen Land.

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