Munich Startup
Münchner Startups aus der Bauwirtschaft

Münchner Startups aus der Bauwirtschaft

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

February 17, 2022

5 min. read time

Alasco
Alasco will mit Cloud-basiertem Real-Time-Controlling die Themen Digitalisierung und Klimaschutz in der Bauwirtschaft verankern. Indem Arbeitsprozesse automatisiert werden und alle Finanzdaten in einer zentralen Informationsquelle zur Verfügung stehen, erhalten ProjektmanagerInnen und AuftraggeberInnen über alle Bauphasen hinweg einen Überblick zu den aktuellen Finanzdaten des Bauprojekts. Mit seiner Real Estate Success Software sollen KundInnen außerdem befähigt werden, den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie digital zu managen – vom Bau, über die Instandhaltung, bis hin zum Verkauf. Mit diesem Ansatz konnte das Münchner Startup bereits mehrfach InvestorInnen überzeugen, zuletzt im Januar 2022 in einer Series-B-Runde über 40 Millionen Euro. (Foto: Alasco)
Capmo
Mit seiner App für digitales Projektmanagement und Baudokumentation will Capmo die Baubranche digitalisieren. Von der täglichen Projektdokumentation über Mängel-Management bis hin zur Aufnahme, Verteilung und Nachverfolgung von Aufgaben und Nachträgen – alles das kann über die Plattform des Münchner Startups dokumentiert und bearbeitet werden. Mit seiner Cloud-basierten SaaS-Lösung konnte das 2018 gegründete Startup in einer Series-B-Finanzierungsrunde im August 2021 mehr als 25 Millionen Euro einsammeln. 2020 schaffte es Capmo beim Smart Construction Innovation World Cup außerdem in die TOP 10 der innovativsten Unternehmen für die Bau- und Immobilienbranche.(Foto: Capmo)
Carsten Maschmeyer investiert in Reinvent
Reinvent entwickelt eine Software, die bei Bau- und Immobilienprojekten den gesamten Informations- und Kommunikationsprozess zwischen Projektbeteiligten und KäuferInnen oder MieterInnen digitalisiert. Die Software-Lösung verbindet Projektbeteiligte zur Kommunikation, Kollaboration und zum Dokumentenmanagement auf einer Cloud-Plattform, auf der alle relevanten Informationen, Aufgaben und Unterlagen gebündelt werden. Für KäuferInnen und MieterInnen wiederum hält die Software interaktive Exposés, 3D-Wohnungskonfiguratoren, und auch digitale Tools für das Sonderwunsch-Management oder für die Abnahme von Immobilien parat. Die Bau- und Immobilien-Software des Münchner Unternehmens überzeugte unter anderem den ‚Höhle der Löwen‘-Investor Carsten Maschmeyer, der 2020 mit seinem Venture-Capital-Fonds Alstin Capital in Reinvent investierte. (Foto: obs/ALSTIN Capital/Annett von Loeffelholz)
Conxai
Conxai macht sich die Infrastruktur zu Nutze, die bereits auf Baustellen besteht, um selbige zu digitalisieren. Die KI-Plattform sammelt und analysiert die Daten aus Kameras und anderen verfügbaren Sensoren um Bautätigkeiten zu analysieren und zu interpretieren, wie sie die Entwicklung der Gebäudestrukturen beeinflussen. So kann die Baustelle in Echtzeit automatisiert überwacht werden, und alle kostenoptimierenden Ereignisse, Sicherheit, Qualität und Logistik können identifiziert und gemeldet werden. Zukünftig soll die Conxai-KI auch Abweichungen vom Bauplan erkennen und damit frühzeitig auf Probleme hinweisen. Erst im Januar 2022 konnte das Münchner Startup eine erfolgreiche Seed-Runde verkünden, bei der 2,7 Millionen Euro eingesammelt wurden. (Foto: Martina Kurt)
Abaut
Abaut hat ein smartes Kamerasystem entwickelt, das selbstständig bauprozessrelevante Abläufe erkennt. So lassen sich beispielsweise Füllstände von Bauschuttcontainern und der Fertigstellungsgrad einzelner Bauabschnitte kontrollieren. Das Baupersonal soll so entlastet werden und kann sich der raschen Fertigstellung des Hauses widmen. Teil der Lösung ist auch eine Plug-and-Play-Lösung zum Retrofitting von schweren Maschinen. Dabei werden Maschinen mit einer intelligenten Sensor-Unit und Kameras ausgestattet, welche die Bauprozesse erfasst und analysiert. (Foto: Pixabay)
Xpreneurs
Mit dem Thema Gerüstbau beschäftigt sich Kewazo. Nach Angaben des Münchner Startups werden immer noch 80 Prozent aller Gerüste auf Baustellen manuell montiert. Hinzu kommt ein akuter Arbeitskräftemangel in der Branche. Der robotische Lastenaufzug ‚Liftbot‘ von Kewazo automatisiert den Materialtransport beim Gerüstbau und soll damit bis zu 44 Prozent der Mannstunden beim Gerüstbau einsparen. Durch den Roboter sollen außerdem die Arbeitssicherheit steigen und Unfälle vermieden werden. In seiner letzten Finanzierungsrunde konnte das Münchner Startup 4,2 Millionen Euro einsammeln. Insgesamt sind in Kewazo bereits 8,3 Millionen Euro Fremdkapital geflossen. (Foto: Kewazo)
Als Online-Baumaschinen-Verleiher will Klarx die Baubranche digitalisieren. KundInnen finden auf der Plattform Bauequipment und Baumaschinen zur Miete, Logistik und Versicherung werden ebenfalls über Klarx abgewickelt. Damit automatisieren die Münchner viele personalintensive Prozesse und schaffen eine Win-win-Situation für KundInnen wie für VermieterInnen. Das Münchner Startup, das zuletzt im September 2019 eine Finanzierung in Höhe von 12,5 Millionen Euro einsammeln konnte, ist mittlerweile in Deutschland und Österreich aktiv. 2020 wurde es außerdem in einem Glassdollar-Ranking auf Platz 22 der 100 am schnellsten wachsenden Startups Deutschlands gewählt. (Foto: Florian Breitenberger)
Bobbie
Bobbie digitalisiert den Baustoffhandel und stellt mit seiner Plattform eine Schnittstelle zwischen Baufirmen und Herstellern bereit. So will das Münchner Startup Transparenz im traditionell geprägten Markt des Handels mit Baustoffen schaffen. Baufirmen, Handwerksprofis und HeimwerkerInnen sollen auf der Plattform einen Überblick über Baustoffhersteller und deren Produkte erhalten. Im Oktober 2021 sammelte Bobbie ein siebenstelligen Investment ein, das von mehreren Firmen aus der Baustoffindustrie getragen wurde. (Foto: Bobbie)
materialrest24.de
Überschüssige Bauartikel, die nicht mehr benötigt werden, können gewerbliche HandwerkerInnen über die Online-Plattform von Materialrest24 verkaufen oder kaufen. Auf der Plattform befinden sich mittlerweile über 1.500 Betriebe, die Bauartikel zum Verkauf anbieten. Außerdem wurde das Münchner Startup für seinen nachhaltigen Ansatz als anerkanntes Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgezeichnet. (Foto: Materialrest24)
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