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Münchner Foodtech-Startups, die man kennen sollte

Münchner Foodtech-Startups, die man kennen sollte

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

February 23, 2022

4 min. read time

Yfood
Yfood: Das 2017 von Ben Kremer und Noël Bollmann gegründete Foodtech-Startup Yfood will mit seinen Ready-to-go-Drinks KundInnen einen vollwertigen Mahlzeit-Ersatz anbieten. Die ‚Meal Replacement Drinks‘ von Yfood sollen ganz auf die Generation Y zugeschnitten sein, die immer weniger Zeit und ein tendenziell niedrigeres Einkommen hätten, sich aber gleichzeitig immer gesünder ernähren wollten, so die beiden Gründer in einem Interview mit Munich Startup. Dieser Ansatz überzeugte auch InvestorInnen: Nach einem erfolgreichen Deal bei ‚Die Höhle der Löwen‘ stieg Frank Thelen 2018 als Investor ein. In einer Series-A-Runde 2019 konnte das Münchner Startup 4,2 Millionen Euro einsammeln, bei einer Series-B im Frühjahr 2020 flossen weitere 15 Millionen Euro. Laut Munich Startup Insights hat Yfood aktuell eine Firmenbewertung von 60 bis 90 Millionen Euro. Wer die Yfood-Drinks einmal selbst probieren möchte, kann unter anderem zwischen den Sorten Smooth Vanilla, Classic Choco, Crazy Coconut oder Cold Brew Coffee wählen. (Foto: Yfood)
Das Wisefood-Gründerteam
Wisefood: Das Foodtech-Startup Wisefood, das 2017 aus einem studentischen Projekt heraus startete, will den Plastik-Einweggeschirr-Markt revolutionieren. Angefangen hatte alles mit essbaren Trinkhalmen aus Pflanzenfasern. Mittlerweile umfasst das Wisefood-Sortiment fast alles rund um das Thema Einweggeschirr, vieles davon nach wie vor essbar. 2020 konnten die drei GründerInnen Philipp Sibernagel, Patricia Titz und Maximilian Lemk eine erfolgreiche Finanzierungsrunde über eine Millionen Euro abschließen. Wisefood konnte außerdem von dem im Juli 2021 in Kraft getretenen EU-weiten Verbot für Plastik-Einweggeschirr profitieren, aktuell exportiert das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Produkte in mehr als 20 Länder weltweit. Die Munich Startup Insights bewerten den Unternehmenswert aktuell auf 4 bis 6 Millionen Euro. (Foto: Wisefood)
Pläin: Das 2019 gegründete Startup produziert und vertreibt einen lokalen, pflanzlichen Milchersatz aus der Pfandglasflasche. Die drei GründerInnen Julia Deuter, Mischa Sysoev und Jonathan Herrmann haben eine patentierte Rezeptur entwickelt, die nicht nur schmecken soll, sondern alle wichtigen Nährwerte enthält, die auch Tiermilch bietet. In einem Interview mit Munich Startup erklärten die die Drei: „Wir haben mit Pläin die Kuhmilch pflanzlich nachgebaut, was heißt, dass wir eine Komposition an Rohstoffen haben und somit ein sehr hochwertiges Nährwertprofil. Zudem produzieren wir regional in Freising und füllen in Pfandglasflaschen ab, um dem ‚Tetra Pak‘-Wahn zu trotzen.“ Wer die pflanzenbasierte Milch selbst ausprobieren möchte, findet sie beispielsweise im Bio-Supermarkt Vollcorner, bei Feinkost Käfer oder in den Münchner Ohne Läden. (Foto: Pläin)
Happy Ocean Foods
Happy Ocean Foods: Plant-Based-Fisch-Alternativen möchte das Münchner Foodtech-Startup Happy Ocean Food auf die Teller bringen. Seit 2019 arbeitet das junge Unternehmen deswegen an einer pflanzlichen Garnele bestehend aus Soja- und Mungobohnen. Interessierte Fisch-FreundInnen können dieses erste Produkt von Happy Ocean Food mittlerweile in einem Münchner Restaurant auch selbst kosten, bald sollen noch weitere Verkaufspartner dazukommen. Auch weitere Fisch-Ersatzprodukte sollen zukünftig laut den beiden Gründern Robin Drummond und Julian Hallet das Happy Ocean Food-Sortiment erweitern. In einer Seed-Finanzierungsrunde konnte das Münchner Startup im Mai 2020 unter anderem 118.000 Euro einsammeln. (Foto: Happy Ocean Foods)
Greenforce
Greenforce: Im Bereich ‚Fleisch-Alternativen‘ ist das Foodtech-Startup Greenforce zuhause. Es will mit dem ’nachhaltigsten Pflanzenfleisch der Welt‘ eine alternative Proteinversorgung anbieten. Das 2020 von Thomas Isermann und Hannes-Benjamin Schmitz gegründete Startup hat dafür unter anderem vegane Burger, Hack und Pflanzerl auf den Markt gebracht. Die Fleisch-Alternativen auf Erbsen-Basis werden in Pulverform verkauft. Erst durch das Hinzugeben von Wasser und Öl entsteht eine fleischäquivalente Masse. Mittlerweile bietet das Unternehmen auch Ei- und Milch-Alternativen an. Dass sich Greenforce mit seinen Produkten in einem wachsenden Zukunftsmarkt bewegt, erkannten auch die Investoren Joko Winterscheidt und Michael Käfer, die bei einer Finanzierungsrunde über 15 Millionen Euro Ende 2021 bei dem Unternehmen mit einstiegen. Der aktuellen Firmenwert von Greenforce liegt laut Munich Startup Insights bei 60 bis 90 Millionen Euro. (Foto: Greenforce)
Die Gründer von Frank Juice Marco Gariboldi, Daniel Andreoli und Korbinian Gerstl.
Frank Juice: Mit kaltgepressten Säften ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffe kann Frank Juice nicht nur KonsumentInnen, sondern 2020 auch im österreichischen Pendant von ‚Die Höhle der Löwen‘ einige InvestorInnen überzeugen. Bei ‚2 Minuten 2 Millionen‘ mussten die Gründer Marco Gariboldi, Daniel Andreoli und Korbinian Gerstl sogar ein Angebot über 500.000 Euro ablehnen. Bereits im Jahr zuvor stiegen der Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner und der auf Lebensmittel spezialisierte Risikokapitalgeber Square One Foods beim Münchner Foodtech-Startup ein. Die Münchner Säfte können im Unternehmenseigenen Online-Shop und im stationären Einzelhandel bezogen werden. (Foto: Frank Juice)
3Bears Höhle der Löwen
3Bears: Ein mittlerweile schon etabliertes, weil in vielen Supermarkt-Regalen angekommenes Startup ist 3Bears. Mit seinem verschiedenen Porridge-Variationen konnten die beiden GründerInnen Caroline Steingruber und Tim Nichols 2017 auch bei ‚Die Höhle der Löwen‘ überzeugen und den Deal ‚150.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile‘ mit nach Hause nehmen. Seit der Gründung 2015 ist das Angebot des Münchner Startups deutlich gewachsen: Neben den Porridge-Mischungen gibt es im Online Shop mittlerweile auch Overnight-Oats-Gläser, Kochbücher oder Porridge-Thermobecher zu kaufen. (Foto: 3Bears)
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