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Städtische Wohnungsgesellschaften arbeiten mit Wohnungshelden

Städtische Wohnungsgesellschaften arbeiten mit Wohnungshelden

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

April 20, 2018

2 min. read time

Die städtischen Münchner Wohnungsbaugesellschaften GWG und Gewofag arbeiten mit Wohnungshelden zusammen. Die Technik des Münchner Startups ermöglicht eine faire und transparente Zuteilung von Besichtigungsterminen per Losverfahren.

Der angespannte Mietmarkt in München hat längst auch Familien erreicht, die wegen ihres Einkommens für eine Sozialwohnung nicht infrage kommen, sich aber dennoch mit der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung schwer tun. Dafür hat die Stadt das „München-Modell“ entwickelt, in dessen Rahmen berechtigte Familien die Chance auf vergünstigte Wohnungen bekommen. Eine dreiköpfige Familie erhält einen entsprechenden Berechtigungsschein zum Beispiel bis zu einem Bruttojahreseinkommen von etwa 70.000 Euro. Das Problem: Die Nachfrage nach Wohnungen im München-Modell übersteigt das Angebot um das Doppelte.

Losverfahren mit Wohnungshelden

Den Mangel an Wohnraum verwalteten die städtischen Wohnungsbaugesellschaften bisher mit aufwändigen Vormerklisten. Um das Verfahren zu vereinfachen und zu digitalisieren, arbeiten GWG und Gewofag nun mit dem Startup Wohnungshelden zusammen. Das junge Unternehmen mit Sitz im Werk1 entwickelt eine SaaS-Lösung zur Mieterverwaltung.

Interessenten mit einem gültigen Berechtigungsschein können sich wie gehabt bei Gewofag und GWG um eine geförderte Wohnung bewerben. Nach Ablauf einer Frist bestimmt die Software des Startups per Zufall fünf Interessenten, die einen Besichtigungstermin erhalten. Diese werden automatisch per Email informiert und können einen Termin wählen. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagt Gewofag-Geschäftsführer Klaus-Michael Dengler:

„Alle Bewerber haben die gleichen Chancen.“

Erst wenn sich nach der Besichtigung unter den fünf Kandidaten noch mehrere Interessenten befänden, werde nach Dringlichkeit und Bedarf entschieden. Indem die Software die Kommunikation mit den Wohnungssuchenden verbessert sei die Kundenrückfragen zurückgegangen und die Zufriedenheit gestiegen, heißt es von Wohnungshelden.

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