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Förderprogramm sucht KI-Lösungen für IT-Sicherheit

Förderprogramm sucht KI-Lösungen für IT-Sicherheit

Florian Deglmann

Florian Deglmann

Der Exil-Nürnberger erforschte bis April 2019 als Redakteur die Münchner Startup-Szene.

January 31, 2019

3 min. read time

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen: Gesucht werden Lösungen für IT-Sicherheit, basierend auf künstlicher Intelligenz. Projektskizzen können bis 29. März 2019 eingereicht werden.

Gegenstand der Förderung ist die Erforschung und Entwicklung neuer IT-Sicherheitslösungen basierend auf Verfahren der KI. Die Lösungen und Verfahren sollen so gestaltet werden, dass sie möglichst intuitiv benutzbar sind und in verschiedenen Anwendungskontexten Einsatz finden können.

Im Fokus stehen KI-gestützte IT-Sicherheitslösungen bei begrenzten Ressourcen, Lösungen für Netzwerksicherheit und die Weiterentwicklung KI-gestützter IT-Sicherheitslösungen.

KI-gestützte IT-Sicherheitslösungen bei begrenzten Ressourcen

Betriebe müssen ihre Informations-, Kommunikations- und Produktionssysteme bestmöglich vor Cyberangriffen sichern, um der Gefahr möglicher wirtschaftlicher Schäden und Reputationsverluste entgegenzutreten sowie um sicherheitsrelevante Zertifizierungsanforderungen zu erfüllen und gesetzliche Vorschriften einzuhalten.

Gefördert werden deshalb Vorhaben zu folgenden Forschungsaspekten:

  • IT-Sicherheitslösungen mit einfach zu handhabenden KI-Komponenten, damit auch bei geringer Kenntnis der Verfahren seitens des Anwenders gute Erfolge beim Einsatz der Lösungen erzielt werden.
  • Selbstlernende Sicherheitssysteme, die auf Basis kleinerer Datenmengen, wie sie in der Praxis von KMU vorhanden sind, gute Angriffserkennungsraten liefern.
  • Lösungen, die unter Gewährleistung des Datenschutzes und ohne Preisgabe sicherheitsrelevanter Informationen eine unternehmensübergreifende Nutzung von Lern- und Trainingsdaten ermöglichen.

KI-gestützte IT-Sicherheitslösungen für Netzwerksicherheit

Viele Angriffe sind an den Kommunikationsknotenpunkten im Internet erkennbar, über die sowohl Steuerungs- und Kontrollbefehle des Angreifenden als auch Daten des Angegriffenen übertragen werden. Für eine aussagekräftige Analyse reicht jedoch oft die Betrachtung eines einzelnen Knotens nicht aus. Stattdessen ist eine koordinierte Untersuchung vieler verteilter Knoten erforderlich. Zugleich steigert die rasante Vernetzung durch das Internet der Dinge die Diversität der miteinander kommunizierenden Geräte.

Gegenstand der Förderung ist deshalb die Forschung und Entwicklung neuer innovativer IT-Sicherheitslösungen, die in der Lage sind, aus heterogenen, verteilt vorliegenden Datenmengen, Aussagen zur Bedrohungslage abzuleiten, die unter Berücksichtigung menschlicher Eingriffsmöglichkeiten (teil-)automatisierte Entscheidungen bezüglich notwendiger Verteidigungsmaßnahmen treffen, die bevorstehenden Angriffe möglichst genau vorhersagen können.

Weiterentwicklung KI-gestützter Lösungen für IT-Sicherheit

Neben der Auswertung von Kommunikationsdaten gibt es weitere Möglichkeiten, Cyberangriffe zu erkennen und zu verhindern. Eine besteht in der Bewertung der Sicherheitsqualität von Soft- und Hardware mittels selbstlernender Systeme, beispielsweise durch intelligentes automatisiertes Testen. Verfahren des maschinellen Lernens sind jedoch im Allgemeinen nicht transparent hinsichtlich der tatsächlich gelernten Merkmale.

Ziel der Förderung im Rahmen dieser Richtlinie ist deshalb unter anderem:

  • Die Entwicklung transparenter Sicherheitstechnologien unter Verwendung neuer KI-Verfahren. Diese sind anhand eines Demonstrators zu zeigen und zu evaluieren.
  • Eine verbesserte Erkennung von Angriffen auf lernsystembasierte IT-Sicherheitslösungen. Diese soll an praxisnahen Beispielen gezeigt und evaluiert werden.
  • Neue Ansätze zur Erzeugung synthetischer Trainingsdaten zur Verbesserung der Entscheidungsqualität selbstlernender IT-Sicherheitssysteme. Diese sind in der Anwendung zu demonstrieren und zu evaluieren.

Bis spätestens zum 29. März 2019 haben interessierte Teams Zeit, eine Projektskizze einzureichen.


Weitere Informationen zur Bewerbung und den Teilnahmebedingungen.

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