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„Digitalisierung passiert heute und jetzt!“

„Digitalisierung passiert heute und jetzt!“

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

April 28, 2017

2 min. read time

Das bayerische Wirtschaftsministerium lud heute zum Digitalkongress in die Münchner BMW Welt. Die Staatsregierung, Mittelständler, Konzerne und Startups diskutieren die Herausforderungen des digitalen Wandels.

Nach Eröffnung und Begrüßung durch Wirtschaftsministerin Ilse Aigner präsentiert der Gastgeber BMW sich und seinen Stand der Digitalisierung. Jens Monsees, Digitalisierungsmanager des Münchner Autobauers, weist auf die Dringlichkeit des Themas hin:

„Digitalisierung passiert heute und jetzt!“

Im Gegensatz zum Neuen Markt in den späten 1990er Jahren ginge es bei der gegenwärtigen Diskussion um den digitalen Wandel nicht um Hoffnungen oder Erwartungen, sondern eine Entwicklung, die sich bereits vollziehe. Dem Wandel ließe sich nur mit einem neuen unternehmerischen Geist begegnen, der Kooperation mit Konkurrenten miteinschließe und den disruptiven Wandel nicht als Bedrohung verstehe.

Ein Spagat, bei dem die Hose reißt?

Sein oberster Chef, Vorstandsvorsitzender Harald Krüger, pflichtet Monsees bei:

„Vor fünf Jahren hätte keiner von uns mit Audi und Daimler gearbeitet.“

Mittlerweile ist eine Zusammenarbeit der drei Unternehmen längst Realität. So hat BMW den Kartendienst here gemeinsam mit den beiden ehemals ärgsten Konkurrenten gekauft.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, BR-Moderatorin Ursula Heller und der BMW-Vorstandsvorsitzende Harald Krüger.

Krüger betont dabei die Schwere der gegenwärtigen Herausforderung für den Münchner Weltkonzern: Einerseits wolle man die firmeneigene „Kultur der Perfektion“ bewahren, andererseits müsse man schneller und agiler werden — „Fail fast, learn fast!“ Die Zukunft liegt in der autonomen Mobilität, gleichzeitig wolle BMW seinen Kunden weiterhin auch die „Freude am Fahren“ bieten. Ein schwieriger Spagat. Panel-Moderatorin Ursula Heller fragt spitz nach: Ein Spagat, bei dem die Hose reißen könnte?

Stärkerer Startup-Fokus wünschenswert

In den weiteren Panels am Nachmittag diskutieren Vertreter von Unternehmen und des bayerischen Wirtschaftsministeriums die Bedeutung von Wissenschaft, Forschung und der „old economy“ für die Digitalisierung. Abschließend betreten mit Karl Grandl von Getsafe und dem Gründer des Münchner InsurTech-Startups Snapsure Enrico Bolloni auch Startup-Vertreter die Bühne. Das VR-Fitness-Gerät Icaros ist vor Ort und lädt zum Fliegen oder Tauchen ein.

Ilse Aigner bei ihrem Rundgang durch die Ausstellung in der BMW Welt.

Alles in allem liefert die Konferenz spannende Einblicke in die Bemühungen der unterschiedlichen Akteure, den digitalen Wandel zu bewerkstelligen.

Wünschenswert wäre eine noch stärkere Sichtbarkeit von Startup-Unternehmen gewesen. Denn für die Probleme und Herausforderungen der Digitalisierung haben diese häufig schon Lösungen parat.

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