Munich Startup
Diese Münchner Startups sind reif für ein Investment

Diese Münchner Startups sind reif für ein Investment

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

July 26, 2022

4 min. read time

Investment
Bei der Bewertung, welches Startup reif für ein Investment ist, stützen wir uns auf eine neue Metrik in den Munich Startup Insights, das „Dealroom Signal“. Dieses bewertet die Unternehmen anhand von vier Kategorien: „Timing“ gibt an, wie viel Zeit seit der letzten Finanzierungsrunde vergangen ist; „Growth Rate“ bezieht sich auf die Wachstumsrate des Startups; „Hiring Pace“ betrachtet, wie viele offene Stellen ein Startup hat und wie schnell es diese besetzen kann; und „Completeness“ schließlich bezieht sich auf die Datenlage des Startups innerhalb der Insights um eine falsche Bewertung von Unternehmen mit unvollständigem Profil zu vermeiden. Startups können in allen vier Kategorien eine Punktzahl von maximal 100 erreichen, ebenso in der Gesamtwertung. Liegt letztere über 75, gilt das Startup als reif für ein Investment. (Foto: Rawpixel / Freepik)
Hyperganic
Hyperganic: Das Startup hat eine neuartige 3D-Druck-Software entwickelt, die bisherige Fertigungsprozesse umkrempeln und Entwicklungsprozesse von Gegenständen massiv beschleunigen soll. Hierzu setzt die KI-Softwareplattform auf sogenannte Voxel, mit deren Hilfe sie jeden Punkt in einer Konstruktion separat berechnen und verändern kann, etwa indem sie ihm ein anderes Material zuweist. Auf diese Weise will Hyperganic die Erstellung von Teilen, Strukturen und ganzen Maschinen automatisieren. Zuletzt konnte sich das Startup in einer Finanzierungsrunde Anfang 2021 6,4 Millionen Euro sichern, das Geld floss dann unter anderem in die Übernahme von DirectFEM. Damit sicherte sich Hyperganic nicht nur die Technologie von DirectFEM, auch die GründerInnen des erst 2021 gegründeten Startups wechselten mit. Damit sind bei Hyperganic die Weichen für weiteres Wachstum gestellt, eine neue Finanzierungsrunde käme dem Startup nun mehr als gelegen. Das Dealroom Signal erreicht 85 Punkte. (Foto: Hyperganic Technologies)
Delicious Data Gründer
Delicious Data: Mit Machine Learning und Algorithmen will Delicious Data gegen die Lebensmittelverschwendung ankämpfen. Seine Software-as-a-Service-Lösung soll Gastronomen dabei unterstützen, ihre Einkäufe besser zu planen. Mittels Deep-Learning-Algorithmen analysiert die Software dabei historische Daten der KundInnen und kombiniert diese mit weiteren externen Faktoren, um präzise Vorhersagen für die Zukunft zu treffen. Bereits zwei Mal – 2019 und 2021 – konnte das Startup Investoren von sich überzeugen. Zu den Kunden von Delicious Data gehören neben zahlreichen Studierendenwerken inzwischen auch die Kantinen von Großkonzernen wie Bayer oder Eon sowie Feinkost Käfer und die Großbäckerei Höflinger Müller. So kommt das Startup auf 83 Punkte im Dealroom Signal. (Foto: Delicious Data)
Jennifer Dussileck Finway
Finway: Das Fintech digitalisiert den gesamten Finanzbereich von Unternehmen mit dem Ziel, in der Finanzverwaltung endgültig Schluss mit Excel-Tabellen zu machen. Dazu bietet die Software von Finway unter anderem digitalen Zugang zu Freigabeprozessen, Zahlungen und Belegen – auch mobil. Außerdem bietet es Unternehmen physische und virtuelle Debitkarten an. Das Startup rund um Co-Founderin Jennifer Dussileck sorgt seit seiner Gründung 2019 für Aufmerksamkeit: Nach einer ersten Finanzierungsrunde durch Investoren rund um Felix Haas und die 10x Group konnte das Münchner Startup im März 2021 ein Investment in Höhe von 2,1 Millionen Euro verkünden. Als neue Investoren konnten Btov Partners, Andrej Henkler und weitere Business Angels gewonnen werden. Mit 81 Punkten im Dealroom Signal wäre auch Finway ein Kandidat für eine weitere Finanzierung. (Foto: Jennifer Dussileck / Finway)
Parkdepot arbeitet an einer digitalen Lösung, die den Betrieb von Parkplätzen ohne Schranken, Bodensensoren und Personal vor Ort ermöglichen soll. Das kamerabasierte System des Startups scannt Autos, die in Parkplätze ein- und ausfahren. Parkplätze können so voll digital gebucht und bezahlt werden. Laut eigenen Angaben bewirtschaftet Parkdepot bereits über 45.000 Stellflächen in mehr als 300 Städten in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zu den Kunden der Münchner zählen Parkplatzbesitzer, Immobilienunternehmen, Restaurants und Einzelhändler. Den Amsterdamer Risikokapitalfonds Henq konnte Parkdepot bereits von sich überzeugen – und mit einem Dealroom Signal von 78 Punkten ist es nicht unwahrscheinlich, dass weitere Investoren folgen. (Foto: Parkdepot)
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