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Deutsche Onlinehändler erzielen Rekordumsätze

Deutsche Onlinehändler erzielen Rekordumsätze

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

January 28, 2020

2 min. read time

Die deutsche E-Commerce-Branche setzte im vergangenen Jahr 72,6 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer um. Gegenüber 2018 lagen die Brutto-Umsätze der Onlinehändler noch bei 65,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von fast 12 Prozent. Auch dieses Jahr rechnet ein Branchenverband mit einer zweistelligen Wachstumsrate.

Bei schnell wachsenden Umsätzen gelingt es der E-Commerce-Branche, die Kundenwünsche zu befriedigen. 94,5 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie zeigten sich mit ihrem Onlineeinkauf sehr zufrieden oder zufrieden. Im Vorjahr waren noch 93,9 Prozent glücklich mit dem Einkaufserlebnis. Der Anstieg beim Umsatz lässt sich möglicherweise auch auf den Trend zum mobilen Shopping zurückführen: Jede dritte Online-Bestellung wird mittlerweile über Smartphones und Tablets getätigt. Vor fünf Jahren lag dieser Wert noch unter 20 Prozent. Die Werte stammen aus einer Studie des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel. Verbandspräsident Gero Furchheim sagt:

„Deutschlands Onlinehandel ist auf der Überholspur. E-Commerce wird immer effizienter und die Händler sind für weiteres Wachstum gut gerüstet. Die Steigerung der Kundenzufriedenheit in einem erneuten Wachstumsjahr hat dies eindrucksvoll gezeigt.“

Auch dieses Jahr zweistelliges Umsatz-Wachstum für Onlinehändler erwartet

Den stärksten Zuwachs erzielten 2019 Multichannel-Versender. Jene Shops, die auf mehrere Vertriebswege setzen, etwa Online-Bestellungen, die im Ladengeschäft abgeholt werden können, steigerten ihre Umsätze um 13 Prozent. Die Onlineshops stationärer Händler wuchsen um gut 8 Prozent und damit unterdurchschnittlich. Reine Onlineshops, sogenannte „Online-Pureplayer“, und Online-Marktplätze steigerten sich jeweils um knapp 11 Prozent. Insgesamt entfielen 47 Prozent der Umsätze auf Online-Marktplätze, 35 Prozent auf Multichannel-Anbieter und 15 Prozent auf reine Onlineshops.

Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel, sagt:

„Das Rekordjahr 2019 hat gezeigt: Das digitale Geschäft ist der Motor des Handels und Plattformen werden mehr und mehr zum Betriebssystem der gesamten Wertschöpfungskette. Einzel- und Großhandel werden digital, oder verschwunden sein.“

Für dieses Jahr erwartet der Branchenverband ein Umsatzplus von 10 Prozent und Brutto-Umsätze der Onlinehändler in Höhe von 80 Milliarden Euro.

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