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Startup-Sauce BBQUE meldet Insolvenz an und sucht frisches Kapital

Startup-Sauce BBQUE meldet Insolvenz an und sucht frisches Kapital

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

August 22, 2018

2 min. read time

Für eine neuartige Barbecue-Sauce sammelte BBQUE mehr als 600.000 Euro Darlehen von der Crowd ein. Nun hat das Startup hinter der Sauce Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt und ist auf Investorensuche. Der Betrieb geht indes weiter.

Eine bayerische Barbecue-Sauce wollten Oliver Wildner und Michael Lubomirski mit BBQUE schaffen. Zu diesem Zweck baten die Gründer auf dem Portal Kapilendo die Crowd um ein Darlehen von 150.000 Euro — und bekamen 623.700 Euro. Den Gläubigern auf Kapilendo stellte das Unternehmen eine Festverzinsung von 8,25% pro Jahr in Aussicht. Zusätzlich wurde mit der Rückzahlung des Darlehens eine einmalige  Erfolgsverzinsung von bis zu 25% nach Ablauf von fünf Jahren vereinbart.

„Unplanmäßig höhere Investitionen erforderlich“

Trotz des Darlehens befinden sich die Saucenfabrikanten finanziell in der Bredouille: Bereits Ende Juli hat die hinter dem Produkt stehende Firma Macandoo den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Die vorläufige Insolvenzverwalterin Karen Buve sieht dennoch gute Chancen für das Unternehmen und sucht gemeinsam mit dem Geschäftsführer Oliver Wildner nach einem Investor.

„Macandoo hat mit der Marke „BBQUE“ eine interessante Marke und hervorragende Produkte geschaffen, die mittlerweile zu Recht eine große Fangemeinde unter Grillfreunden haben,“

sagt die vorläufige Insolvenzverwalterin Karen Buve.

„Allerdings haben das Wachstum der vergangenen Monate und eine Umstellung der Produktion unplanmäßig höhere Investitionen erforderlich gemacht und Kosten verursacht, die auch durch erst kürzlich über die Crowdfunding-Plattform Kapilendo eingeworbene Mittel nicht mehr gedeckt werden konnten“,

so die Münchner Anwältin. Der Geschäftsführer Oliver Wildner sagt:

„Die daraufhin mit unseren Kapitalgebern geführten Gespräche sind schlussendlich an einem Veto der beteiligten Bank gescheitert, sodass wir uns schweren Herzens entschlossen haben, Insolvenzantrag zu stellen, um unsere Idee, die Marke und unsere tollen Produkte hoffentlich auf diesem Wege zu retten.“

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