Munich Startup
Fünf erfolgreiche SCE-Alumni

Fünf erfolgreiche SCE-Alumni

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

March 10, 2022

4 min. read time

Pionierkraft
Pionierkraft entwickelt eine innovative Lösung aus Hardware, Software und Dienstleistung, um damit erstmals einen wirtschaftlichen, rechtssicheren und betreiberfreundlichen Peer-to-Peer-Stromhandel von eigenerzeugter Energie zwischen BürgerInnen und/oder Gewerbebetrieben zu ermöglichen. Damit soll der Anteil der vor Ort verbrauchten Energie erhöht, mehr Menschen Zugang zu bezahlbarer, erneuerbarer Energie ermöglicht und bestehende sowie neu installierte Photovoltaik‑Anlagen effizienter und rentabler betrieben werden. Mit diesem Ansatz konnten die Gründer Andy Eberhardt und Nicolas Schwaab nicht nur InvestorInnen überzeugen, sondern bei einer Crowdinvesting-Kampagne 2021 auch 750.000 einsammeln. Die beiden Gründer, deren Startup aktuell seinen Sitz im Münchner Technologiezentrum (MTZ) hat, meinten in einem Interview mit Munich Startup: „Wir haben in der Vergangenheit sehr stark von der örtlichen Hochschullandschaft mit seinen Angeboten und Förderungen profitiert.“ (Foto: Pionierkraft)
Toposens
Toposens entwickelt Sensor-Systeme und Software, die autonomen Technologien die Möglichkeit gibt, ihre Umgebung dreidimensional wahrzunehmen und mit ihr zu interagieren. Gegründet wurde das Startup von Alexander Rudoy, Aldo Persichini und Tobias Bahnemann. Im Gespräch mit Munich Startup meinten die drei Gründer über ihre Zeit im SCE: „Speziell die anfängliche Betreuung des SCE und die Bereitstellung von Büroräumen am Gründerzentrum haben Toposens weitergeholfen.“ Und noch mehr, denn die drei lernten sich sogar auf einem SCE-Event kennen. Bahnemann war auf Jobsuche und auf dem Pitch-Abend im Innovationscafé des SCE verabredet, als Rudoy und Persichini auf der Bühne verkündeten, sie bräuchten betriebswirtschaftlichen Beistand. „Die Startup-Szene hat mich schon immer fasziniert und bei Toposens habe ich die Chance mit einem richtigen Produkt, nicht nur mit einer Software zu arbeiten“, erklärte Bahnemann seine Beweggründe für die Bewerbung. Toposens, das im Mai 2020 seine letzte Finanzierungsrunde abschließen konnte, kann laut Munich Startup Insights mittlerweile eine Firmenbewertung von 7 bis 10 Millionen Euro aufweisen. (Foto: Toposens)
Die Holidu-Gründer Michael und Johannes Siebers (v.l.)
Holidu bietet eine Vermittlungsplattform für Ferienhäuser und -wohnungen. Das Unternehmen ist in 21 Ländern aktiv und bündelt mehr als 15 Millionen Angebote von über 1.500 Reiseportalen. Mit der Software- und Servicelösung Bookiply verhelfen die Münchner außerdem FerienhausvermieterInnen zu mehr Buchungen. Das 2014 von den Brüdern Johannes und Michael Siebers gegründete Traveltech-Startup konnte zuletzt im Mai 2021 eine größere Series-D-Finanzierungsrunde über 37 Millionen Euro abschließen. Damit erhöhte sich die Gesamtfinanzierung von Holidu seit seiner Gründung auf mehr als 100 Millionen Euro. (Foto: Holidu)
Freeletics
Das 2013 gegründete Fittech-Startup Freeletics ist eines der global am schnellsten wachsenden digitalen Fitnessunternehmen. Den Firmensitz der ursprünglichen UG meldeten die Gründer Andrej Matijczak, Mehmet Yilmaz und Joshua Cornelius damals in der Heßstraße 89 beim SCE in der Hochschule an. Dem SCE ist Freeletics mit mittlerweile 53 Millionen Usern (nach Angaben des Unternehmens) längst entwachsen und auch die drei Gründer haben ihre Anteile mittlerweile verkauft und verfolgen neue Projekte. Eine Series-B-Finanzierungsrunde im September 2020 konnte das Unternehmen zuletzt mit einem Gesamtvolumen von über 22 Millionen Euro (25 Millionen Dollar) abschließen. Der Unternehmenswert liegt laut Munich Startup Insights bei 205 Millionen Euro. (Foto: Freeletics)
 Spyra baut Wasserpistolen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn dahinter steht eine zum Patent angemeldete Technologie: Hochpräzise verschießt die Spyra One einzelne Wasserkugeln statt eines Wasserstrahls. Außerdem weist die Wasserpistole einige technische Gadgets auf, die das Spiel zum Actionsport werden lassen – ohne dass es gefährlich werden würde. Aufsehen erregte das ehemalige SCE-Startup mit seiner Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter, bei der 450.000 Euro – anstatt der ursprünglich anvisierten 51.000 Euro – eingesammelt wurden. Bis Ende des Jahres 2020 konnte das Münchner Startup dann auch tatsächlich bereits 11.000 Spyra One ausliefern. Mittlerweile ist das Nachfolgemodell auf dem Markt, die Spyra Two mit einem stärkeren Akku für mehr Tankladungen und kürzere Leerlaufzeiten zwischen den Schüssen. (Foto: Spyra)
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