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5 Edtech-Startups aus München, die das Lernen revolutionieren

5 Edtech-Startups aus München, die das Lernen revolutionieren

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

April 26, 2023

4 min. read time

Die Edurino-Gründerinnen Irene Klemm und Franziska Meyer (v.l.)
Das Edtech-Startup Edurino hat eine Lernapp entwickelt, die Kinder ab 4 Jahren mit einem Stift und physischen Figuren einen hybriden Zugang zum Lesen und Schreiben über mobile Endgeräte bieten soll. Eltern können auf ihren eigenen Endgeräten den Lernfortschritt ihrer Kinder nachvollziehen und die Bildschirmzeit regulieren. Die App kündigt das Ende der Spielzeit an und schaltet sich nach Ablauf der Bildschirmzeit aus. So sollen nicht nur erste Grundkenntnisse in Lesen, Schreiben und Zählen vermittelt werden, sondern auch der richtige Umgang mit digitalen Medien. Die Lerninhalte hat das 2021 von Franziska Steiner und Irene Klemm gegründete Startup zusammen mit PädagogInnen und anderen ExpertInnen entwickelt. Zu den InvestorInnen von Edurino, die dem Startup zuletzt 10,5 Millionen Euro gaben, zählen unter anderem Btov Partners, Emerge Education sowie Business Angels wie Verena Pausder. (Bild: Edurino)
Studysmarter
Studysmarter bietet eine umfassende Lernplattform, die die Funktionalitäten vieler Apps und Tools miteinander verknüpft: Content Management, Content Processing zur Erstellung von interaktiven Lernmaterialien, Statistiken und intelligente NLP-Algorithmen. Die Plattform ist nicht an bestimme Themen gebunden und kann deswegen von Studierenden und SchülerInnen aller Disziplinen genutzt werden. Studierende können auf der Studysmarter-Plattform ihre Lernunterlagen hochladen. Diese werden im zweiten Schritt von dem Studysmarter-Algorithmus analysiert und verarbeitet. Infolgedessen können Studierende den automatisch generierten Smart Studying Content in Echtzeit aufrufen. Durch die Lerninteraktion mit dem Content können Studierende Statistiken zu ihrem aktuellen Lernstand und -fortschritt anzeigen und mit Gamification Features die Lernmotivation erhöhen. 2020 konnte das junge Edtech-Unternehmen eine Seed-Finanzierung in Millionenhöhe abschließen. Mitte 2021 folgte eine Series-A-Finanzierung über 12 Millionen Euro. Mit dem frischen Kapital wollte Studysmarter unter anderem an seiner Internationalisierung arbeiten. Wie Ende letzten Jahres bekannt wurde, reduzierte das Startup nun aber sein Team. Ein Großteil der Stellen wurde im Bereich Content and SEO gestrichen, außerdem wurde die Zusammenarbeit mit Freelancern, WerkstudentInnen und PraktikantInnen beendet. (Foto: Studysmarter)
Easy-Tutor
Easy-Tutor bietet eine Online-Nachhilfe-Plattform für Studenten, Schüler und deren Eltern. Auf ihr können sie aus mehr als 1.000 aktiven und individuell geprüften Tutoren auswählen. Gegründet wurde das Startup 2017 von Jessica Contento und Massimo Cancellara. Erst Ende 2022 verkündete das Edtech-Startups den Abschluss seiner Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 4,8 Millionen Euro. Einen wichtigen Anteil an der Entwicklung von Easy-Tutor tragen zudem dessen Kooperationspartner. Im Moment nutzen nach Angaben des Unternehmens etwa 200 Partnerschulen und 40 Prozent aller Bundesligavereine – darunter der FC Bayern München, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt – Easy-Tutor in ihrem Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche. Zudem sollen Unternehmen für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Sie sollen Easy-Tutor durch ihre Zielgruppenrelevanz mehr Sichtbarkeit bieten, während ihre KundInnen durch das Nachhilfeangebot profitieren. In der Vergangenheit arbeitete das Startup bereits mit namhaften Einzelhändlern wie Edeka, der Müller Handels GmbH und MediaMarktSaturn zusammen. (Foto: Easy-Tutor)
Simpleclub
Simpleclub bietet mit seiner App eine Wissensplattformen für SchülerInnen ab der 5. Klasse. Die Anwendung umfasst von Übungsaufgaben und Zusammenfassungen über Erklärvideos bis hin zur Vorbereitung auf Abitur und Realschulabschluss zahlreiche Angebote für strauchelnde SchülerInnen. Außerdem hat das Münchner Startup seit einiger Zeit auch Angebote für Auszubildende und dual Studierende im Angebot. Hier arbeitet Simpleclub mit Partnern wie der Deutschen Bahn, Brillux, der IHK und dem Deutschen Sparkassenverlag zusammen. Gegründet wurde das Startup bereits 2015 von Alexander Giesecke und Nicolai Schork. Nach Unternehmensangaben nutzen zwei Millionen SchülerInnen ab der fünften Klasse die Lerninhalte des Münchner Startups jeden Monat, und auch LehrerInnen in Deutschland sollen die Inhalte im Unterricht einsetzen. Eine Finanzierung konnte Simple Club zuletzt im vergangenen Jahr abschließen. Das Startup bekam 7,2 Millionen Euro von unter anderem 10x Founders und HV Capital. (Foto: Simpleclub)
Jana Krotsch, Ubimaster
Die Nachhilfeplattform von Ubimaster bedient die Bedürfnisse von SchülerInnen und Auszubildenden maßgeschneidert und zu Festpreisen. Das bedeutet, dass die User direkt mit einem qualifizierten Tutor verbunden werden, anstatt lediglich auf Lernpläne und Erklärvideos zuzugreifen. Laut Angaben des Startups dauert es maximal zwei Minuten, bis sich der richtige Ansprechpartner meldet – und das an sieben Tagen pro Woche.
Dabei bietet Ubimaster seine Produkte sowohl Eltern als auch Unternehmen an. Letztere können den Service in ihre MitarbeiterInnen-Benefit-Programme integrieren und so alle Kinder der Belegschaft unterstützen, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Seit seiner Gründung 2019 hat Ubimaster laut eigenen Angaben bereits mehr als 10.000 SchülerInnen Zugang zu einer besseren Bildung ermöglicht, etwa 75 Prozent haben ihre Noten dank der Münchner verbessert. Im Oktober 2022 konnte das Edtech-Startup von Gründerin Jana Krotsch eine Seed-Finanzierung in Höhe von 2,5 Millionen Euro abschließen.
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