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Startup trifft Handwerk ist zurück

Startup trifft Handwerk ist zurück

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

20. Oktober 2022

5 Min. Lesezeit

Gestern Abend war es endlich soweit: Nach zweijähriger Corona-Pause konnte ‚Startup trifft Handwerk‘ endlich wieder vor Publikum stattfinden. Die Veranstaltung wurde 2016 von Munich Startup in Kooperation mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern (HWK) ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer beliebten Informations- und Netzwerkveranstaltung etabliert. Neben einem kurzweiligen Bühnenprogramm, bei dem sich alle Startups und innovativen HandwerkerInnen kurz vorstellen konnten, ging das Netzwerken in lockerer Atmosphäre und mit regionalen Schmankerl weiter. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Für das kulinarische Wohl sorgte unter anderem die Münchner Käsemanufaktur, Münchens einzige Käserei. Bislang wird der Käse zwar noch nicht in München direkt hergestellt, die Gründer suchen aber nach Räumlichkeiten in der Landeshauptstadt. Ein Aspekt, der bei der gestrigen Veranstaltung immer wieder durchgeklungen ist: Passende und bezahlbare Flächen für das produzierende Gewerbe sind Mangelware in München. Nichtsdestotrotz produziert die Münchner Käsemanufaktur bereits jetzt mehrere Käsesorten, die gestern von den TeilnehmerInnen auch probiert werden konnten. Das Unternehmen legt seinen Fokus auf regionale Produkte, kurze Wege und faire Preise für die Milchbauern. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Wie Handwerk auch im städtischen Bereich eine Zukunft haben kann, präsentieren am gestrigen Abend Cowerken. Wie der Name schon erahnen lässt dreht sich hier alles um Coworking für das Handwerk. In einer 1.000m² großen Werkstattfläche im Münchner Westend soll es Platz für bis zu 15 MacherInnen geben, deren Ziel es ist, sich mit ihrem Handwerk selbstständig zu machen. Ohne großes Startkapital und finanzielles Risiko sollen HandwerkerInnen so einfach loslegen können. Aktuell läuft eine Crowdfunding-Aktion von Cowerken, bei der finanzielle Mittel zum Ausbau der Fläche zur Gemeinschaftswerkstatt eingesammelt werden. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Dass Drohnen nicht nur für schöne Panoramaaufnahmen von oben einsetzbar sind, sondern auch im handwerklichen Kontext Sinn machen, stellte Raphael Eckstein von Airview Bavaria dem Publikum vor. Der Dachdecker ermöglicht mit seinem Drohnenflug einen Blick von oben auf Gebäude und kann so mögliche Schäden ganz ohne ein aufwendiges Gerüst erkennen. Das spart Zeit und finanzielle Ressourcen. Mit diesem innovativen Ansatz konnte Airview Bavaria gestern auch die TeilnehmerInnen von sich überzeugen und den Publikumspreis mit nach Hause nehmen. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement präsentierte gestern Abend das Münchner Startup Cubemos seine Software-Lösung. Mit dieser können Unternehmen nicht nur unkompliziert die eigene Nachhaltigkeit nach ESG-Kriterien bewerten, sondern erhalten nach der Bewertung auch einen individuellen Maßnahmenkatalog. ESG-Leistungen, die ein Unternehmen erbringt, können darüberhinaus zertifiziert und für die Unternehmenskommunikation eingesetzt werden. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Auch ein Hauch Vanlife wehte durch ‚Startup trifft Handwerk‘: Campermaker rund um Gründer Nico Rausch stellte seine Camperausstattung nach flexibler Modulbauweise zunächst auf der Bühne vor, indem er seinen Weg als Designer über den Makerspace zur eigenen Möbelmanufaktur skizzierte, die von der engen Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben lebt. Wer sich im Anschluss ein eigenes Bild von den Produkten von Campermaker machen wollte, konnte einen Blick in den ausgebauten VW-Bus von Nico werfen. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Hard Seltzer ist hier zu Lande noch nicht das große Ding, auf dem US-Markt erfreut sich das Getränk aber schon einer echten Beliebtheit. Die TeilnehmerInnen von ‚Startup trifft Handwerk‘ konnten gestern eine Kostprobe eines regionalen Anbieters testen, Hof & Freunde Drinks stellten ihr Gerhard Seltzer vor. Das Getränk, das es aktuell in drei Geschmacksrichtungen gibt, wird aus Bio-Rübenzucker und natürlichen Bio-Aromen und Extrakten zum ersten naturtrüben German Hard Seltzer in Bio-Qualität gebraut – mit einem Alkoholgehalt von 4,5 Prozent. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Einen Maler-und Beschichtungsroboter stellten Are23 am gestrigen Abend vor. Mit diesem Roboter soll die Beschichtung von Oberflächen im Baugewerbe automatisierst und operative Prozesse digitalisiert werden. Das Ziel ist keineswegs das Malerhandwerk abzuschaffen, sondern es durch neue Technologien beim Fachkräftemangel zu unterstützen und langfristig beim Nachwuchs wieder attraktiver zu machen. Aktuell arbeitet das Unternehmen an Prototypen, das Interesse an ihrem Produkt war am gestrigen Abend aber bereits groß. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Die Idee bleibt erhalten: Kuchentratsch, das vor einiger Zeit Insolvenz anmelden musste und mittlerweile einen Partner gefunden hat, mit dem das Unternehmen weitermachen kann, brachten gestern Abend nicht nur Kuchen mit, sondern stellten auch den Ansatz der backenden Omas und Opas vor. Ältere Menschen können sich so nicht nur etwas zur Rente dazuverdienen, sondern sich auch regelmäßig in einem sozialen Gefüge bewegen. Wer den Omas und Opas beim Backen über die Schultern schauen will, der kann das seit Kurzem im Kuchentratsch-Café auf der Theresienhöhe tun. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Eine Welt ohne Lieferscheine – daran arbeitet Vestigas. Bei der Frage, wer alles noch täglich mit Lieferscheinen arbeite, gingen im Publikum etliche Hände nach oben. Mit der Lösung von Vestigas soll sich daran etwas ändern. Die Software-Lösung des Unternehmens bietet KundInnen neben der Strukturierung ihrer Lieferdaten auch eine automatisierte Rechnungsprüfung, rechtssichere Datenübergabe und einige weitere Funktionen an. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Knowron will mit seiner Lösung mobile MitarbeiterInnen eines Unternehmens durch einen KI-basierten digitalen Assistenten unterstützen. So soll nicht nur die Problemdiagnose vor einer Reparatur, sondern auch die anschließende Dokumentation erleichtert werden. Für die AnwenderInnen bedeutet das konkret: erheblicher Zeitgewinn, da aktuell benötigte Informationen nicht mühsam aus unterschiedlichen Quellen zusammengesucht werden müssen, sondern sofort verfügbar sind. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
Es sind die Menschen, die für die besondere Atmosphäre bei ‚Startup trifft Handwerk‘ sorgen. Erfahrene UnternehmerInnen und junge Visionäre, alt und jung, bodenständig und direkt, offen und kreativ, locker und gesellig. Ein kurzweiliger Abend geht zu Ende – bis zum nächsten Mal bei ‚Startup trifft Handwerk. (Foto: Lukas Lindner / Munich Startup)
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