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Ottobahn erhält Baugenehmigung für Teststrecke

Ottobahn erhält Baugenehmigung für Teststrecke

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

4. Februar 2022

2 Min. Lesezeit

Bei Ottobahn handelt es sich um ein auf Schienen geführtes Gondelsystem, das in fünf bis zehn Meter Höhe über dem Straßenverkehr operieren soll. Nutzer können die Kabinen per App rufen und entlang der Strecke zu jedem Zeitpunkt aus- und zusteigen. Ein Algorithmus berechnet dabei in Echtzeit die schnellste Verbindung für sämtliche Gondeln entlang der Strecke. Zudem soll das Verkehrssystem CO2-neutral arbeiten.

Erst im November verkündete Ottobahn den Abschluss einer siebenstelligen Finanzierungsrunde mit Ökovation Ventures als Lead-Investor. Mit der Erteilung der Baugenehmigung feiert das Startup nun den nächsten Meilenstein.

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, die über die Erteilung der Baugenehmigung informierte, sagt:

„Gerade im Großraum München brauchen wir solche kreativen Ideen, um den Verkehr zu entzerren. Ich freue mich, dass die Ottobahn Schritt für Schritt Realität wird.“

Ottobahn plant Baubeginn für Mitte März

„Die Erteilung der Baugenehmigung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Realisierung der Ottobahn. Jetzt wird es konkret und wir freuen uns sehr über die Entscheidung des Landratsamts und den Rückhalt durch das bayerische Verkehrsministerium“,

erklärt Ottobahns Managing Director Marc Schindler. Der erste Spatenstich an der Teststrecke ist für Mitte März geplant, Schindler erklärt, wie es dann weitergeht:

„Sie wird rund 900 Meter lang sein, vermessen ist das Gelände bereits. Auf dem Oval wird dann in der zweiten Jahreshälfte zunächst ein Fahrzeug den Betrieb aufnehmen. Das steigern wir anschließend auf insgesamt fünf Fahrzeuge, die 100.000 Streckenkilometer abspulen sollen.“

Die Tests sind eine wesentliche Voraussetzung für eine Betriebsgenehmigung, die bereits vom TÜV Süd begleitet wird. Später soll die Teststrecke nach den Wünschen des Taufkirchner Gemeinderats Teil der ersten kommerziellen Verbindung werden. Diese soll zwischen dem Ludwig-Bölkow-Campus in Taufkirchen und dem Karl-Preis-Platz in Ramersdorf Realität werden.

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