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‚Die Höhle der Löwen‘: Sause sichert sich Investment, Bierkruste geht leer aus

‚Die Höhle der Löwen‘: Sause sichert sich Investment, Bierkruste geht leer aus

Simon Tischer

Simon Tischer

Von Dezember 2015 bis Juni 2023 war Simon Tischer als Redakteur für Munich Startup tätig.

13. April 2021

3 Min. Lesezeit

Moritz Simsch und Sebastian Jung haben Sause entwickelt. Die Brausetabletten sollen als Ersatz für plastikverpackte Flüssigseife dienen. Statt Flüssigseife zu kaufen, die zu 95 Prozent aus Wasser besteht, können umweltbewusste Kunden die 4 Gramm schweren Tabletten in 100 Milliliter Wasser auflösen und erhalten Seife. Die Tenside in der Seife werden aus Kokosöl gewonnen. Das Produkt wird in drei Duftrichtungen angeboten. Wie die Gründer erzählen, ist es ihr Ziel, schnell eine Marke mit weiteren Produkten, etwa Deodorants, aufzubauen. Für 200.000 Euro bieten die Gründer den FernsehinvestorInnen 15 Prozent Unternehmensanteile.

Sause „ein saugeiles Produkt“

Das Produkt kommt bei den InvestorInnen gut an. Georg Kofler jedoch ist die Unternehmensbewertung zu hoch und er steigt als erstes aus. Nils Glagau vergleicht das Produkt mit Konkurrenzprodukten und kommt zu dem Schluss:

„Das ist mir zu wenig Innovation, USP, deswegen bin ich raus.“

Ralf Dümmel kritisiert ebenfalls die Bewertung, zeigt sich sonst aber begeistert:

„Außer die Firmenbewertung finde ich alles Hammer. Eine super Geschichte, wirklich ein geiles Thema, nachhaltig, hat ein Riesenpotenzial. Insofern wäre ich gerne dabei.“

Er bietet den Gründern die 200.000 Euro, verlangt dafür aber 25 Prozent des Unternehmens.

Auch Dagmar Wöhrl feiert die Sause:

„Ihr wisst, von was Ihr sprecht und Ihr habt vor allem ein saugeiles Produkt.“

Sie will die Seifenbrause sowohl in den Handel als auch in Hotels und die Gastronomie bringen. Sie bietet 250.000 Euro für 20 Prozent der Anteile.

Die Teleshopping-Unternehmerin Judith Williams zeigt sich vom Thema Nachhaltigkeit angetan und sagt:

„Also, Ihr seid der Hammer. Euer Produkt ist nicht nur klasse, es ist eine Innovation und das ist in Kosmetik nicht einfach.“

Ihr Angebot: 200.000 Euro für 25 Prozent der Sause-Anteile.

Die Gründer beraten sich und entscheiden sich für das Angebot von Judith Williams.

Kein Investorengeld für Brotbackmischung

Die Bierkruste-Gründerin Ines Pfisterer verkauft eine Brot-Backmischung, der Bier zugegeben wird. Nach kurzem Verrühren ist der Brotteig fertig und kann gebacken werden. Das Ergebnis, ein Zwiebelbrot, kommt bei den TV-Investoren gut an. Eine Backmischung soll im Verkauf 6,90 Euro kosten. Die Gründerin sieht ihre Erfindung deshalb auch eher nicht als Alltagsprodukt, sondern als Geschenkartikel. Die Gründerin sucht ein Investment von 80.000 Euro für 25 Prozent Unternehmensanteile.

Bierkruste-Gründerin Ines Pfisterer bei ihrem TV-Pitch (Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer)

Pfisterer arbeitet derzeit Hauptberuflich selbst in einem Startup und betreibt Bierkruste nebenberuflich. Damit schreckt sie Carsten Maschmeyer ab, der grundsätzlich nur in hauptberufliche GründerInnen investiert.

Nils Glagau steigt wegen der Positionierung als Geschenkartikel und dem von ihm erwarteten geringen Wiederkaufswert aus. Auch Ralf Dümmel zeigt sich vom hohen Preis und der schwierigen Platzierung im Einzelhandel abgeschreckt und gibt kein Angebot ab. Dagmal Wöhrl möchte wie Carsten Maschmeyer nicht in nebenberufliche GründerInnen investieren. Außerdem fehlt ihr ein Sortiment mit weiteren Backmischungen. Judith Williams schließt sich an und steigt ebenfalls wegen fehlender weiterer Geschmacksrichtungen aus. So geht die Gründerin ohne Investment aus der Fernsehshow.

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