Munich Startup
Bosch beteiligt sich am Münchner AR-Startup Reflekt

Bosch beteiligt sich am Münchner AR-Startup Reflekt

Helen Duran

Helen Duran

Als Redakteurin ist die Wirtschaftsgeografin Helen Duran seit 2015 für Euch in der hiesigen Gründerszene unterwegs. Sie ist neugierig auf Eure spannenden Startup-Geschichten!

4. Januar 2016

2 Min. Lesezeit

Bereits seit zwei Jahren arbeitet Bosch mit der Reflekt GmbH bei der Entwicklung von Augmented-Reality(AR)-Anwendungen für Produktion, Werkstatt, Schulung und Verkauf eng zusammen. Die Zusammenarbeit wird nun durch eine Minderheitsbeteilgung von Bosch an dem Münchner Startup erweitert. Entsprechende Verträge wurden bereits Ende Dezember 2015 unterzeichnet. Die Zustimmung des Kartellamts steht noch aus.

Das Augmented-Reality-Startup Reflekt hat sich seit der Gründung im Jahr 2012 zu einem führenden Unternehmen im Bereich industrieller AR-Lösungen entwickelt und beschäftigt am Standort München ein internationales Team aus mehr als 25 Mitarbeitern.

Wieso der Standort München für Münchner AR-Startup wichtig ist

Neben Bosch nutzen Kunden wie BMW, Audi oder ProSiebenSat1 Media die anwenderorientierten Apps für mobile Endgeräte und Datenbrillen.

CEO Wolfgang StelzleDas ist auch einer der Gründe, wieso der Standort München für das Startup so wichtig ist:

„Für uns bietet der Standort München drei wichtige Vorteile. Neben dem Zugang zu Mitarbeitern, insbesondere im Bereich Softwareentwicklung, sind auch viele unserer Industrie- und Medienkunden im Großraum München angesiedelt. Darüber hinaus gibt es in München eine sehr lebendige Technologieszene,“

verrät Reflekt-CEO und Gründer Wolfgang Stelzle (siehe Bild).

 Was ist eigentlich Augmented Reality?

Augmented Reality-Applikationen erweitern die Wirklichkeit um Zusatzinformationen. Richtet der Nutzer die Kamera seines smart device auf einen bestimmten Bereich, werden ihm zusätzliche digitale Informationen wie Erläuterungen, 3D-Objekte oder Videos auf dem Display dargestellt. So hilft Augmented Reality in einer Kfz-Werkstatt dem Mechatroniker dabei, nicht sichtbare Bauteile, Fehlercodes oder benötigte Werkzeuge anzuzeigen.

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Visualisierung nicht sichtbarer Kabelbäume durch Augmented Reality (© Bosch)

Eine win-win-Situation – die Zusammenarbeit etablierter Unternehmen mit AR-Startups

Die Beteiligung von Bosch bei Reflekt soll die Partnerschaft des Startups mit dem Industrieunternehmen weiter stärken. CEO Wolfgang Stelzle meint:

„Die Reputation und die Marktposition von Bosch werden uns bei der internationalen Expansion und der Produktentwicklung helfen.“ 

Und Dr.-Ing. Hans-Peter Meyen, Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Automotive Aftermarket sagt zur künftigen Zusammenarbeit:

“Zusammen mit Reflekt werden wir unsere weltweite Position in diesem wichtigen Zukunftsfeld weiter ausbauen.”

Die Kooperation von Bosch und Reflekt zeigt das Interesse etablierter Unternehmen an AR-Experten – so wurde mit dem Münchner Jungunternehmen metaio 2015 ein AR-Startup von apple aufgekauft (Munich Startup berichtete). Augmented Reality-Anwendungen werden künftig wohl in vielen Bereichen eingesetzt werden. Denn in der Industrie sparen sie Zeit und reduzieren Kosten.

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