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Siebenstelliges Investment für rfrnz

Siebenstelliges Investment für rfrnz

Sandra Ohse

Sandra Ohse

Sandra Ohse hat bisher als Redakteurin für eine bekannte Computer-Zeitschrift über die neuesten technischen Innovationen berichtet. Nun freut sie sich darauf, in die Welt der Startups einzutauchen, kreative Köpfe kennenzulernen und sie auf ihrem Weg redaktionell zu begleiten.

May 9, 2019

2 min. read time

Das 2017 in München und Berlin gegründete Startup rfrnz will die Vertragsanalyse mit Hilfe künstlicher Intelligenz revolutionieren. Dieses Vorhaben fördern nun der High-Tech-Gründerfond (HTGF), die UnternehmerTUM Initiative for Industrial Innovators sowie zwei weitere Investoren mit einem siebenstelligen Investment.

Das KI-gestützte System von rfrnz soll wichtige Arbeitsprozesse in Kanzleien und Rechtsabteilungen von Unternehmen digitalisieren und somit optimieren. Das Programm nutzt einen NLP-Algorithmus (Natural Language Processing), welcher die natürliche Sprache in Texten erfasst und verarbeitet.

Prozessoptimierung durch Digitalisierung

Das Programm übernimmt die Analyse der Verträge, die bislang manuell in zeitintensiven Prozessen von den Rechtsanwälten durchgeführt werden musste. Zu der Analyse gehört unter anderem die Identifikation relevanter Inhalte. So filtert der lernende Algorithmus des Analyse-Tools die Texte automatisch nach Themen, Klauseln oder Einzeldaten und erkennt gegebenenfalls Anomalien wie fehlende oder unübliche Klauseln. Dies soll die Prozesse und Arbeitsabläufe in Kanzleien oder Rechtsabteilungen in Unternehmen so effektiv wie möglich gestalten und weitgehend automatisieren.

„Wir wollen Kanzleien, Rechtsabteilungen und Einkaufsabteilungen dabei unterstützen, ihre Arbeit zu digitalisieren und zu automatisieren, um damit auch intern zum Beschleuniger zu werden“,

sagt CEO und Co-Founder von rfrnz, Dr. Sven von Alemann. Dies soll nicht nur die Anwälte entlasten, sondern auch zu einer Kosteneinsparung für die Kunden führen.

AI-basierte Vertragsanalyse auf dem Vormarsch

Mit der Idee, die Vertragsanalyse zu digitalisieren, überzeugte rfrnz Investoren schon in der Vergangenheit. So wurde das junge Unternehmen mit dem EXIST Gründerstipendium gefördert. Mittlerweile nutzen verschiedene mittelständische Unternehmen, Kanzleien und sogar DAX-30-Unternehmen das Tool. Und auch die neuen Geldgeber sehen das Potenzial des Legal AI Startups. Kristin Müller, Investment-Managerin des High-Tech Gründerfonds hierzu:

„Mit rfrnz wird ein wesentlicher Teil der anwaltlichen Wertschöpfungskette automatisiert sowie Prozesseffizienz und Kosteneinsparung für den Kunden realisiert. Wir sind überzeugt, dass sich der Markt für AI-basierte Rechtsdienstleistungen sehr stark entwickeln wird und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit dem engagierten Team der rfrnz GmbH.”

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